04. Juni 2009 12:54

Trotz Krise 

Fairtrade-Umsatz stieg um 22 Prozent

Weltweit verzeichnet Fairtrade hohe Zuwachsraten. Seit 1993 können in Österreich fair gehandelte Güter gekauft werden.

Fairtrade-Umsatz stieg um 22 Prozent
© fairtrade.at

Das gute Gewissen beim Einkauf entscheidet trotz der Wirtschaftskrise mit. Weltweit ist der Umsatz mit Fairtrade-Produkten im Jahresabstand um 22 Prozent auf 2,9 Mrd. Euro gestiegen, in Österreich wurde ein Plus von 25 Prozent auf rund 65 Mio. Euro verzeichnet, teilte Fairtrade-Österreich am Donnerstag mit. Überdurchschnittliche Zuwachsraten wurden in Schweden (+75 Prozent), Norwegen (+73 Prozent) sowie Australien und Neuseeland (+72 Prozent) erzielt.

Märkte im Aufbau
Die hohen Zuwächse in diesen Ländern seien auf mehrere Faktoren zurückzuführen, hieß es bei Fairtade-Österreich. Einerseits seien manche Märkte erst im Aufbau und andererseits konnten auch neue Lizenzpartner gewonnen werden.

Die höchsten Umsatzsteigerungen wurden bei Tee (+112 Prozent) und Baumwolle (+94 Prozent) verzeichnet. Kaffee und Bananen legten ebenfalls zu - die verkauften Mengen stiegen um 14 beziehungsweise 28 Prozent.

Fairtrade in Österreich seit 1993
Im Handel erhältlich sind die fair produzierten Waren seit 1988. Damals wurde in den Niederlanden der erste Fairtrade-Kaffee aus Mexiko verkauft. In Österreich wurde die Marke 1993 eingeführt.

Große Konzerne mit Fairtrade-Siegel
Aufgrund der weltweiten Nachfrage bieten nun auch große Konzerne Produkte mit dem Fairtrade-Siegel an. Im Schokoladebereich hat etwa der britische Hersteller Cadbury vor kurzem einen Teil der Produktion auf Fairtrade umgestellt. In Österreich verwendet der steirische Schoko-Produzent Josef Zotter Fairtrade-Rohstoffe.




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