17. November 2008 12:38

Finanzaufsicht BaFin 

Fall Lehmann wird es in Deutschland nicht geben

In Deutschland würden die Regulierer keine der größeren Banken zusammenbrechen lassen. Die Deutsche Bank will kein Geld vom Staat.

Fall Lehmann wird es in Deutschland nicht geben
© EPA

In Deutschland werden die Regulierer nach Ansicht der Finanzaufsicht BaFin keine größere Bank zusammenbrechen lassen. "Einen deutschen Fall Lehman darf und wird es nicht geben", sagte Behördenchef Jochen Sanio am Montag auf einer Finanzkonferenz in Frankfurt. "Das damit verbundene Schadenspotenzial wäre nicht zu verantworten." Der Kollaps der US-Investmentbank Lehman Brothers im September hatte die Finanzkrise nochmals verschärft. Die US-Regierung steht daher in der Kritik, die Bank nicht gerettet zu haben.

Sanio sieht angesichts der seit mehr als einem Jahr dauernden Krise die Stunde der Regulierung gekommen. "Wenn nicht jetzt, wann dann", gab der Chef der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) zu bedenken. Die Idee einer völligen Selbstregulierung müsse zu den Akten gelegt werden. Er räumte allerdings ein, dass schärfere Vorgaben allein nicht zu einer Normalisierung der angespannten Lage an den Märkten führen würden.

Deutsche Bank will kein Geld vom Staat
Die Deutsche Bank will in der Finanzkrise weiterhin kein Geld vom Staat annehmen. "Wir brauchen kein Geld vom Staat", bekräftigte der Vorstandsvorsitzende des DAX-Konzerns, Josef Ackermann. "Aber wir wollen auch nicht diese Wettbewerbsverzerrungen." Die Deutsche Bank werde aufmerksam beobachten, ob vom Staat gestützte Institute einen Vorteil im weltweiten Wettbewerb erlangten.




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