25. Jänner 2007 11:25

Neue Strategie 

Fiat bringt Billig-Auto um 1.700 Euro

Nach Renault und Toyota startet nun auch Fiat die Entwicklung eines Billig-Autos. Angepeilter Kampfpreis: Nicht einmal 1.700 Euro.

Fiat bringt Billig-Auto um 1.700 Euro

Der Kampf um das billigste Auto - jetzt ist er voll entbrannt. Nach Renault und Toyota (siehe Geschichte links) will nun auch Fiat mit einem Kampfpreis-PKW punkten. Vor allem, um den asiatischen Markt zu erobern.

Nicht einmal 1.700 Euro
Fiat will sein Low Cost-Auto zum absoluten Kampfpreis von 2.200 Dollar (1.692 Euro) anbieten. Der italienische Autobauer plant die Produktion eines neuen Kleinwagenmodells mit dem indischen Partner Tata, der 2008 auf den Markt kommen soll, berichtete die römische Tageszeitung "La Repubblica".
Das neue Low Cost-Auto soll Fiat den Durchbruch auf dem asiatischen Markt ermöglichen. Damit will der Konzern vor allem mit Renault in Konkurrenz treten. Der französische Autokonzern stellt das Basic-Modell Logan in Rumänien her, das mit einem Preis von 7.500 Euro weltweit großen Erfolg erntet.

Der bald weltgrößte Autobauer Toyota plant nach eigenen Angaben ebenfalls die Entwicklung eins Low-Cost Autos, das sogar Renaults Billigmarke Logan noch unterschreitet. Durch radikales Umdenken und eine völlige neustrukturierung der Arbeits- und Herstellungsprozesse will es Toyota schaffen, ein Auto schon für deutlich unter 5000 Euro auf den Markt zu bringen.

Indien ruft
Mit dem neuen Low Cost-Auto wollen Fiat und Tata rund 45 Millionen Motorradfahrer in Asien gewinnen. Vor allem Indien gilt für Automobilhersteller als attraktiver Markt. Für dieses Jahr rechnen Branchenexperten mit 1,15 Millionen Pkw-Neuzulassungen in diesem Land.

Tata Motors gehört zum Tata-Industriekonzern und ist in Indien der lokale Champion. Bei den Pkw liegt das Unternehmen auf dem Heimatmarkt mit einem Anteil von elf Prozent hinter Suzuki und Hyundai auf Platz drei, bei den Nutzfahrzeugen weltweit auf Platz sieben.
Fiat hegt auch weitere Projekte. In Russland soll in den kommenden Monaten das Kleinwagen-Modell Fiat Albea hergestellt werden. 2007 sollen voraussichtlich 24.000 Albea-Modelle produziert werden.

Nach der erfolgreichen Sanierung krempelt Fiat inzwischen das Autosegment um. Die Pkw-Sparte Fiat Auto wechselt ihren Namen und wird künftig Fiat Group Automobile heißen. Unter 100-prozentiger Kontrolle der Fiat Group Automobile werden vier neu gegründete Gesellschaften gestellt, die die Marken des Konzerns verwalten: Fiat Automobile, Alfa Romeo, Lancia und Fiat Light Commercial Vehicles. "Wir wollen den Marken mehr Flexibilität garantieren. Jeder Brand wird künftig auch autonom Handelspartnerschaften eingehen können", sagte Fiat-Chef Sergio Marchionne. Der talentierte Sanierer sucht nach einem Partner, um Alfa Romeo auf den US-Markt zu bringen.




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