30. April 2009 09:13

Opel-Rettung 

"Fiat ist eine Zumutung"

Für den Frankfurter IG Metall-Bezirksleiter Schild, spricht einiges für Magna als neuen Investor. "Magna ist jedenfalls besser als Fiat".

"Fiat ist eine Zumutung"
© AP Photo

Der Frankfurter IG Metall-Bezirksleiter Armin Schild hat sich dafür ausgesprochen, aus der Rettung des Autoherstellers Opel den Zeitdruck zu nehmen. Mit einem vorläufigen Einstieg des Bundes und einiger deutscher Bundesländer in die neue Opel Europa AG könnte die Suche nach einem neuen Anteilseigner wesentlich ruhiger und effizienter organisiert werden als derzeit.

Weitere Interessenten
"Ich bin mir sehr sicher, dass es weitere Interessenten geben würde, wenn man Diskretion wahren und den Austausch von Informationen wie im Geschäftsleben üblich organisieren würde", sagte Schild. Derzeit werde jeder Interessent, der seinen Kopf aus dem Sand strecke, sofort öffentlich zerredet. "Das Fundament der zukünftigen Opel Europa AG wird geschmälert, wenn man diesen Zeitdruck aufrecht erhält und sich so berechenbar macht." Das derzeitige Vorgehen der deutschen Bundesregierung sei jedenfalls deutlich riskanter und kostspieliger als sein Vorschlag des zwischenzeitlichen Einstiegs, der eine Woche, einen Monat oder ein Jahr dauern könne.

Gewinn für den Staat
In einem geordneten Bieterverfahren könne zudem ein höherer Preis für die Opel-Beteiligung erzielt werden, meinte der Metaller. Für den Staat werde sich der vorübergehende Einstieg so zu einem gewinnbringenden Geschäft entwickeln. Die von Magna ins Spiel gebrachten Dimensionen spiegelten endlich den richtigen Unternehmenswert von Opel und lägen weit über den Vorstellungen von Fiat.

"Fiat ist eine Zumutung"
Die wirtschaftliche Stärke Magnas könne er derzeit nicht genau einschätzen, sagte der IG-Metall-Chef. Es gehe dem Konzern augenscheinlich darum, breiter aufgestellt zu sein. "Magna ist jedenfalls besser als Fiat." Die Italiener als Investor lehnte Schild erneut vehement ab: "Fiat ist eine Zumutung für die Opel-Arbeiter und dafür wird es auch keine Arbeitnehmerbeiträge geben. Es gibt mit Fiat einfach kein sinnvolles Konzept, das denkbar ist."




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