22. Jänner 2009 12:40

Sorgenkind in EU 

Finanzkrise trifft Spanien am härtesten

Spanien entwickelt sich zum Sorgenkind in der EU. Die Arbeitslosenquote steigt auf 19 Prozent, der Immobilienmarkt crasht, der Schuldenberg wächst.

Finanzkrise trifft Spanien am härtesten

Spanien hat einen rapiden Absturz vom wirtschaftlichen Musterknaben in Europa zum Sorgenkind getan. Vor wenigen Monaten noch hatte das Land mit seinem anhaltenden Wirtschaftswachstum und den tadellosen Staatsfinanzen als ein Vorbild gegolten. Auf den rasanten Aufstieg folgt nun ein tiefer Fall. Kaum ein anderes EU-Land ist so stark von der Krise betroffen wie Spanien.

Immer neue Schreckensmeldungen
Fast täglich werden die Spanier mit neuen Schreckensmeldungen konfrontiert. Die Zahl der Arbeitslosen stieg in einem Jahr um eine Million, die Quote ist schon jetzt die höchste in der Europäischen Union, und wird weiter steigen. Nach einer Prognose der EU-Kommission wird Spanien länger als fast alle anderen EU-Staaten brauchen, bis es nach der Krise Licht am Ende des Tunnels sehen wird.

Einst aufstrebende Wirtschaftsmacht
Dabei hatte das Land sich vor kurzem noch als aufstrebende Wirtschaftsmacht gefühlt. Die Regierung verkündete voller Stolz, dass Spanien die Italiener beim Pro-Kopf-Einkommen überholt habe. Um ihren Wirtschaftsboom wurden die Spanier von anderen Europäern beneidet: Über mehr als ein Jahrzehnt erzielten sie Wachstumsraten von fast ständig über drei Prozent im Jahr. Der Staat machte keine Schulden, sondern Überschüsse.

Immobilien-Rausch
Dass die Fiesta nicht endlos weitergehen würde, war absehbar gewesen. Der Boom beruhte größtenteils auf einem beispiellosen "Immobilien-Rausch". In Spanien wurden mehr Wohnungen gebaut als in Deutschland, Frankreich und Italien zusammen, bis zu 800.000 im Jahr. Finanziert wurde der Bauboom mit Darlehen. Warnungen vor einem Platzen der Immobilien-Blase wurden überhört. Die Spanier wollten sich die Party-Laune nicht verderben lassen.

Als vor gut einem Jahr die ersten Bau- und Immobilienfirmen bankrottgingen und sich ein Ende des Booms abzeichnete, wollte die Regierung von einer "Krise" nichts wissen. Spaniens Wirtschaft werde eine "weiche Landung" erleben, prophezeite Ministerpräsident Jose Luis Rodríguez Zapatero. Er wurde jedoch eines Besseren belehrt. Ende voriger Woche eröffnete die Regierung den Spaniern, dass ihr Land vor der schlimmsten Rezession seit einem halben Jahrhundert stehe. 2009 werde die Wirtschaftsleistung um 1,6 Prozent zurückgehen, die Arbeitslosenquote auf 15,9 Prozent und das Budgetdefizit auf 5,8 Prozent des Bruttoinlandsprodukts steigen.

Arbeitslosenquote bei 19 Prozent
Die Spanier hatten den Schrecken über die düsteren Aussichten noch nicht überwunden, da erfuhren sie von der EU-Kommission, dass alles noch viel schlimmer kommen werde. Nach der Brüsseler Prognose droht Spanien eine Arbeitslosenquote von fast 19 Prozent und ein Anhalten der Rezession auch im Jahr 2010. Die Ratingagentur Standard & Poor's (S&P) stufte Spaniens langfristige Bonität von der besten Stufe "AAA" auf die zweitbeste "AA+" zurück.

Madrid schnürt Rettungspakete
Die Regierung versucht mit Konjunkturprogrammen gegenzusteuern. Sie stellt unter anderem den Gemeinden 8 MRd. Euro für Beschäftigungsvorhaben zur Verfügung. Mit dem Geld werden nun Sportplätze gebaut, Parkanlagen verschönert oder Friedhöfe hergerichtet. Die Zeitung "El Mundo" errechnete, dass jeder geschaffene Arbeitsplatz den Steuerzahler 37.000 Euro koste. Der Ökonom Juan Iranzo meinte: "Das Programm ist reine Geldverschwendung. Damit steigt die Schuldenlast, aber die spanische Wirtschaft wird damit nicht einen Deut konkurrenzfähiger." Wirtschafts- und Finanzminister Pedro Solbes räumte ein, dass Madrid bei der Neuverschuldung die Grenzen erreicht und kaum noch Spielraum habe. Die Opposition forderte seinen Rücktritt.




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1 Posting
blue-yellow meint am 25.01.2012 00:29:24 ANTWORTEN >

10.Januar 2012
E-03189 Orihuela Costa -Alicante - Spanien / Festland
Es muss aufhoeren , Menschen auf die Strasse zu setzen, quasi ueber Nacht obdachlos zu machen und grosses Leid ueber diese Menschen zu bringen.
Keiner achtet Menschenrechte und im Winter auf der Strasse. +5 C Wahnsinn !!!
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Unser Leid wird immer schlimmer werden aber offenbar interessiert das keinen in der Oeffentlichkeit ??
Bitte dringend diesen Text veroeffentlichen- vielleicht hilft ja jemand.
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Wir brauchen dringend Hilfe, sonst landen wir auf der Strasse,
bezahlen wir das evtl. mit unserem Leben,
werden absolut nichts mehr besitzen, nur noch was wir am Leib haben.
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Uns ist es vor 5 Tagen auch so ergangen das wir unserer Haus wo ich,
11 Jahre lang viel Geld in Spanien investiert habe, verloren haben. Nun leben wir mit viel Glueck in einem Appartement, haben nur noch das was wir greifen konnten und Leben aus Kartons. Alles andere im Haus, Moebel, Betten Werkzeug, etc. alle Investitionen weg, gehoeren jetzt der Bank.
Eine monatlich Zahlung von voruebergehend 500,-- wurde abgelehnt.
Es sollen alle Rueckstaende auf einmal plus Gerichtskosten beglichen werden.
Das kann ja keiner. Grausam und unmenschlich.
Und es hilft uns niemand. Alle sehen weg. Eine Schande.
Wir haben nun panische Angst, wissen nicht wie es weiter geht und meine Frau arbeitet auch noch
o h n e Vertrag fuer 3,-- bei einem China-Shop. Grausam.
Wir sind nette Leute haetten uns in 3-4 Monaten nur noch um die weitere
Haus-Abzahlung kuemmern muessen, jetzt haben wir keine Basis und Existens mehr.
Alles weg, ein Alptraum.
Wie soll man da wieder ohne Hilfe, ohne Existens, ohne Telefon/Internet
und bei dem Arbeitsmarkt raus kommen ??
Und das Winter ist, nachts 5 Grad interessiert auch keinen.
Um ein Haar haetten wir auf der Strasse gesessen, krank geworden.
Wer uns helfen moechte, spenden moechte, etc. melde sich bitte,
wir haben auch vielen Leuten immer geholfen,
jetzt sind wir selber in sehr grosse Not geraten und das wuenschen wir keinem.
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Haben sie ein Herz fuer eine Familie die das Grauen vor sich hat...,
ueber Nacht am Abgrund stehen kann.
Lesen sie diese Zeilen, nehmen sie bitte ernst, sie sind dramatisch und real in 2012.
Wir wollen nicht betteln sondern Bitten um Hilfe.
Danke
-
PS.: Wir sind erst 2 Jahre verheiratet 09.09.09 , haben 2010 mit 1,50 Euro Weihnachten gefeiert
und nun 2011/2012 die Zwangsraeumung. Schlimmer geht es nicht !!!
Helft uns bitte, bietet uns was an, wir sind voellig fertig, werden alles verlieren
was wir je besessen haben, denn nicht einmal die Kartons aus denen wir leben
koennen wir je wieder abtransportieren. Wohin auch ?????
Kleidung ,etc. alles weg......
Nur noch das was wir am Koerper tragen wird uebrig bleiben,
sollte meine Frau krank werden und erhaelt dann keinen Lohn,
grausamer und schlimmer geht es nicht mehr !
Fast kaputes Auto macht auch mich handlungsunfaehrig, keine Leute hier = Winter !

Gebt uns unser Haus / unser normales einfaches Leben wieder.....
wir wollen nicht hungern oder gar sterben.... jede Nacht Alptraeume, kein Ausweg in Sicht,
bis wir tatsaechlich auf der Strasse landen.
2 Menschen die keinem was getan haben, die bescheiden gelebt haben, gehen dann voellig unter
weil die Bank ihnen alles genommen hat. Haus, Bett, Teller, Besteck, Toepfe, Werkzeug.....einfach alles.
Wir haetten noch 3-4 Monate gebraucht waeren langsam aus der Krise gekommen,
hatten auch keinerlei Mitteilung bekommen.
Innerhalb 4 Wochen mussten wir ein Unterkunft finden ueber Weihnachten und Sylvester,
das retten was wir tragen koennen.
Nur noch ein kleiner Fehler und wir sind am totalen Ende auf der Strasse.
Sitzen wie auf einer Zeitbombe und keiner hilft uns.
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Die Banken haben nun 3,4 Millionen Haueser leer stehen, jede Menge Obdachlose produziert,
die zahlen wollen aber teils nicht koennen. Kinder landen im Heim !!
Und 2012 sollen nochmal 1,8 - 2 Millionen Familien/Hypothekenbesitzer obdachlos werden.
Jeder geht daran kaputt bis ans Ende seines Lebens, auch das Land selbst.
Das darf einfach nicht passieren !!! Die Zeitbombe tickt !!!
Wir wollen unseren eigenen Untergang verhindern aber ohne Hilfe schafft das niemand.
Retten sie unser bescheidenes, kleines Leben.
Danke !!!
0034-96532.3995
Seiten: 1
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