31. März 2008 07:26

Open Skies 

Fliegen in die USA wird jetzt günstiger

Das neue „Open Skies“-Abkommen zwischen Europa und den USA soll beim Ticketkauf in den ersten fünf Jahren 12 Milliarden Euro ersparen.

Fliegen in die USA wird jetzt günstiger
© sxc

Einkaufen in den USA ist dank des niedrigen Dollar-Kurses so günstig wie noch nie. Und jetzt dürften auch noch die Flüge in die Vereinigten Staaten billiger werden. Der Grund: Nach jahrelangen, harten Verhandlungen haben sich die USA und die Europäische Union 2007 auf ein Abkommen geeinigt, das am Sonntag endlich in Kraft getreten ist. Die Vereinbarung mit dem Namen „Open Skies“, beschert EU-Bürgern eine größere Auswahl an Flügen über den Atlantik.

Mehr Linien
Wer als Passagier einen Direktflug wünschte, hatte bisher stets nur die Auswahl zwischen der heimischen Airline und einem amerikanischen Anbieter. So durfte beispielsweise die AUA nur von Wien aus San Francisco oder New York anfliegen. Das ist nun Vergangenheit. „Open ­Skies“ macht mit dieser Beschränkung, die Wettbewerb in großem Maße verhinderte und die Preise in die Höhe trieb, Schluss. Ab sofort ist es den europäische Fluggesellschaften erlaubt, von jedem der 53 internationalen EU-Flughäfen nach Amerika zu starten. Vorreiter wird dabei die Lufthansa sein. Die deutsche Airline kündigte bereits an, Seattle von Paris aus anfliegen zu wollen. Auch British Airways plant neue Verbindungen von Brüssel und Paris.

8 Prozent mehr Passagiere
Die EU-Kommission erwartet, dass in der Sommersaison zwischen der EU und den USA durchschnittlich acht Prozent mehr Flüge angeboten werden. Der Nutzen für die Konsumenten soll sich in den ersten fünf Jahren auf 12 Milliarden Euro summieren. Die EU erwartet auch bis zu 80.000 neue Stellen in der Branche auf beiden Seiten des Atlantiks.

Angesichts der neuen Luftfahrt-Ära bemühte EU-Verkehrskommissar Jacques Barrot große Worte: „Das ist eine Revolution am trans­atlantischen Himmel.“ Derzeit gebe es rund 50 Millionen Flugpassagiere im Jahr zwischen der EU und den USA, so Barrot. In den kommenden fünf Jahren könnten 25 Millionen Fluggäste dazukommen. Vor allem ab London Heathrow rechnet Barrot mit einer Verbilligung der Tickets.

Gelassen reagiert man auf „Open Skies“ bei der AUA: Man verstehe sich als Experte für Ost-Westeuropa. Die AUA fliegt in den USA New York, Washington und Chicago an.

Insgesamt macht der Transatlantik-Markt mit 55 Millionen Passagieren pro Jahr die Hälfte des weltweiten Flugaufkommens aus.




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