20. April 2008 22:01

Kerosinzuschläge 

Flugtickets werden teurer

Der ständig nach oben kletternde Ölpreis verteuert jetzt auch die Flugtickets. Einzig Flüge in die Vereinigten Staaten könnten billiger werden.

Flugtickets werden teurer
© Norbert Juvan

Der hohe Ölpreis macht sich auch in den Brieftaschen der heimischen Fluggäste bemerkbar. „Wir müssen auf die Weltmarktpreise genau so reagieren wie die Tankstellen“, erklärt zum Beispiel NIKI-Boss Niki Lauda die jüngste Teuerung beim Kerosinzuschlag.

Konkret wurde bei NIKI der Kerosinzuschlag für europäische Städteflüge von zwölf auf 18 Euro erhöht, für alle übrigen Flüge gelten weiterhin acht Euro je Ticket. Die Austrian Airlines gaben die Erhöhungen bereits im März an ihre Kunden weiter. Auf Kurz- und Mittelstrecken zahlen AUA-Gäste jetzt 17 statt 14 Euro Kerosinzuschlag.

Eine idente Erhöhung gab es für Europa-Flüge der Lufthansa. Der Kerosinzuschlag bei Langstrecken blieb mit 77 Euro sowohl bei der AUA als auch bei der Lufthansa unverändert.

Teure Billigflieger
Einige Billigflieger wie etwa Ryanair brüsten sich damit, ihren Kunden keine Kerosinzuschläge zu verrechnen. Doch das ist nicht die ganze Wahrheit. Die Günstigflieger setzten nämlich vermehrt auf Sondergebühren. Die Kreativität kennt dabei keine Grenzen und reicht von der Eincheck- über die Koffer-Gebühr bis hin zum Rollstuhl-Aufschlag. Germanwings verrechnet derzeit einen originellen Aufschlag von 6,95 Euro pro Ticket für die Finanzierung von stabileren Cockpit-Türen.

Wie sehr der Fluggast zur Kasse gebeten wird, zeigt folgende Rechnung: Bei Ryanair zahlt der Kunde einen Gepäckzuschlag von neun Euro für den ersten und 18 Euro für den zweiten Koffer. Dazu kommen vier Euro „Maut“ für das Einchecken am Schalter.

Ausnahme USA
Doch für Flugreisende gibt es auch gute Nachrichten. Entgegen dem allgemeinen Trend dürften nämlich Flüge in die USA billiger werden. So wird das neue Open-Skies-Luftfahrtabkommen zwischen den USA und Europa zu mehr Konkurrenz und damit zu fallenden Preisen führen. Das Abkommen ermöglicht es US-Airlines, jeden EU-Flughafen anzusteuern. Auch dürfen Lufthansa, Air France oder AUA jetzt etwa auch die Strecke London– New York anbieten. British Airways kann hingegen ab sofort von Paris oder Berlin in die Neue Welt starten.




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