15. Jänner 2007 14:37

Manager-Studie 

Frauen bremsen sich im Job oft aus

Frauen in Top-Positionen sind noch immer die Ausnahme. Gleicher Lohn für gleiche Arbeit ist ebenfalls lange nicht Realität. Eine Studie des Max-Planck-Instituts zeigt jetzt, dass weibliche Führungskräfte Bewerberinnen besonders kritisch gegenüber stehen.

Frauen bremsen sich im Job oft aus
© Buenos Dias / photos.com

Die "gläserne Decke" für Frauen wird und wird nicht dünner, auch die Einkommensunterschiede im Vergleich zu männlichen Kollegen werden seit Jahren kaum geringer.

Frauen diskriminieren Frauen
Eine Studie vom renommierten Max-Planck-Institut hat jetzt ein interessantes Detail zutage gefördert: Während Männer bei Besetzungen - teils bewusst, teils unbewusst - zusammenhalten, sind weibliche Führungskräfte bei der Auswahl von Geschlechtsgenossinen doppelt kritisch.

Besonders, wenn die angestrebte Branche nicht als "weibliche" Domäne gilt, hatten Managerinnen starke Vorurteile gegen Kandidatinnen und bevorzugten Männer. Auch ältere Führungskräfte zeigten sich skeptischer, bei jüngeren war dieses Verhalten weniger auffällig.

Rivalität als Karreire-Bremse
Eine mögliche Ursache ist, dass Frauen sich stärker als Rivalinnen betrachten als Männer. Auch die Ränkespiele unter Frauen am Arbeitsplatz wirken so als zusätzliche Karriere-Bremse.

Die Studie "Prejudice against Women in Male-congenial Environments: Perceptions of Gender Role Congruity in Leadership" von Rocio Garcia-Retamero und Esther López-Zafra befasste sich mit Erwartungen in Bezug auf Kandidaten in Abhängigkeit von ihrem Geschlecht.




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