17. Jänner 2008 22:32

ÖSTERREICH Interview 

Für AUA-Boss Alfred Ötsch wird 2008 "Jahr der AUA"

AUA-Chef Alfred Ötsch im ÖSTERREICH-Interview über das AUA-Jahr 2008 und das neue Führungstrio.

Für AUA-Boss Alfred Ötsch wird 2008 "Jahr der AUA"
© APA-FOTO: ROBERT JAEGER

Da waren es nur noch drei: Der AUA-Aufsichtsrat formte einen Vierervorstand, jetzt sprang Finanzer Kleibl ab. So sieht Ötsch jetzt die AUA-Zukunft:

ÖSTERREICH: Sie haben sich einmal gegen den vom Aufsichtsrat gewünschten Vierer-Vorstand bei der AUA ausgesprochen. Jetzt ist da­raus tatsächlich ein Trio geworden. Zufrieden?

Alfred Ötsch: Ich habe damals auch gesagt, dass aus dem Aufsichtsratsbeschluss das Beste zu machen ist und die richtigen Personen für ein harmonisches Vorstandsteam gefunden werden sollen, um den Mehrwert für die Austrian Airlines zu sichern. Das ist mit den neuen Vorständen Dr. Malanik und Dr. Bierwirth gelungen. Die persönliche Entscheidung von Thomas Kleibl bedaure ich, respektiere sie aber.

ÖSTERREICH: Was sind die großen Herausforderungen für die AUA 2008?

Ötsch: Der Ölpreis wird ein wichtiger Faktor sein. Ansonsten konzentrieren wir uns auf unser Kerngeschäft im Osten und die Qualitätsoffensive, die wir etwa mit unserem neuen Premium-Service-Konzept auf längeren Mittelstreckenflügen Richtung Mittlerer Osten fortsetzen. 2008 ist ein besonderes Jahr für Austrian – schließlich feiern wir im März unser fünfzigstes Jubiläum.

ÖSTERREICH: Was erwarten Sie sich von der Fußball-EM?

Ötsch: Wir sind jetzt schon ein bisschen im EURO-2008-Fieber. Wir werden prominent in der Fanmeile vertreten sein und haben einen Airbus 321 mit einer Sonderbeklebung als "unoffical Fanline“ ausgestattet. Es wird zwischen der Schweiz und Österreich mehr Flugverkehr geben, und wir werden innerhalb Österreichs unsere Kapazitäten nachfrageorientiert steuern.

ÖSTERREICH: Der Aufsichtsrat hat den Kauf von zwei neuen Flugzeugen abgesegnet.

Ötsch: In der letzten Aufsichtsratsitzung wurde einem Antrag auf Einsatz zweier zusätzlicher Mittelstreckenflugzeuge zugestimmt. Ob und wann sie neu oder gebraucht gekauft oder geleast werden, ist noch offen. Sie sollen im Rahmen des im September startenden Premium-Service-Produktes eingesetzt werden, das heißt für Strecken in den Mittleren Osten. Dort stellt sich die Nachfrage positiv dar. In diesen wachstumsstarken Regionen wollen wir weiter expandieren.

ÖSTERREICH: Die AUA-Betriebsräte sehen einen Pilotenmangel heraufdämmern.

Ötsch: Der Pilotenmarkt ist angespannt. Ich bin aber überzeugt, dass wir ein attraktiver Arbeitgeber sind und den Piloten auch Karrieremöglichkeiten bieten.

ÖSTERREICH: 2007 war von Scharmützeln mit den Betriebsräten geprägt. Jetzt ist es ruhiger. Haben Sie Ihre Strategie geändert?

Ötsch: Ein ruhiges Betriebsklima ist eigentlich selbstverständlich. Wir haben 2007 für beide Seiten gute Kollektivvertragsabschlüsse erzielt und derzeit keine großen offenen Sachthemen.




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