03. August 2009 18:35

Späte Entscheidung 

GM: Opel-Entscheidung gefallen

RHJ oder Magna: Diese Woche steht im Zeichen der letzten Verhandlungen für einen Zuschlag für den Opel-Verkauf an einen der zwei Bieter.

GM: Opel-Entscheidung gefallen
© APA

Die deutsche Regierung hat sich vor den am Montag gestarteten Gesprächen mit den verbliebenen Kaufinteressenten für Opel, Magna und RHJ International, zuversichtlich gezeigt. Der Eindruck habe sich bekräftigt, dass die Verhandlungen weit vorangekommen seien, so ein Regierungssprecher.

Der Fahrplan
● Montag Abend um 18 Uhr Ortszeit (1 Uhr früh MEZ) trat der Verwaltungsrat von General Motors (GM) in Detroit zusammen, um unter anderem über das Schicksal des deutschen Autobauers Opel zu beraten.

Dem Gremium lagen zwei Konzepte vor: eines vom belgischen Investor RHJ sowie ein 25-seitiges Konzept des kanadisch-österreichischen Zulieferers Magna.

Zwei Möglichkeiten
Die GM-Vertreter einigten sich intern auf einen der beiden Anbieter.

● Am Dienstag gehen die Gespräche weiter, allerdings unter Beisein von Magna (Magna-Boss Sigi Wolf ist angereist) und RHJ sowie Vertretern der deutschen Bundesregierung und der betroffenen Länder (Thüringen, Hessen). Die Interessenten beantworten die noch offenen Fragen zu ihren Angeboten. Der deutsche Wirtschaftsminister Theodor zu Guttenberg wird die beiden Bieter dabei nochmals zu weiteren Zugeständnissen drängen.

● Nach den heutigen Verhandlungen mit den beiden Bietern sollen die Ergebnisse vorerst nicht veröffentlicht, sondern erst mit der Opel-Treuhand, der deutschen Bundesregierung und der EU-Kommission besprochen werden, bevor eine Entscheidung fällt.

Deutschland mit GM uneins
Von deutscher Seite wird Magna präferiert. Zuletzt hat Deutschland GM mitgeteilt, dass kein staatliches Stützgeld für den belgischen Investor fließen werde.

GM hingegen sieht nach dem von Magna nachgebesserten Vorschlag Probleme und gibt RHJ den Vorzug. GM-Verhandlungsführer John Smith hatte jüngst erklärt, die Magna-Offerte enthalte Forderungen zu Patentrechten und zum Russlandgeschäft von GM, die „nicht umgesetzt werden können“.




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