28. November 2008 10:12

Osteuropa-Geschäft 

Gewinneinbruch bei CA Immo International

Starke Abwertungen im Ost- und Südosteuropageschäft: Die CA Immo International verzeichnet einen Gewinneinbruch.

Gewinneinbruch bei CA Immo International
© CA immo

Die CA Immo International, Osteuropa-Tochter der ebenfalls börsenotierten CA Immo Anlagen, hat einen deutlichen Gewinneinbruch erlitten. Das Ergebnis vor Steuern sank nach neun Monaten auf 15 Mio. Euro (1-9 2007: 66,8 Mio. Euro), das Konzernergebnis nach Minderheiten auf 7,7 Mio. Euro (1-9 2007: 55,7 Mio. Euro). Das positive operative Ergebnis im dritten Quartal 2008 wurde durch Abwertungen in Ost- und Südosteuropa belastet. Dieser Trend werde sich auch im vierten Quartal fortsetzen, erwartet das Unternehmen.

Spürbare Abschwächung
Die Mieterlöse lagen per Ende September bei 29,7 Mio. Euro (+ 5 Prozent), das EBITDA stieg im Vergleich zur Vorjahresperiode um 16 Prozent auf 26 Mio. Euro. Aufgrund einer "spürbaren Abschwächung der Immobilienwerte in einzelnen Märkten" sei es zu einem negativen Neubewertungsergebnis in Höhe von 6,7 Mio. Euro gekommen. Das Ergebnis der Geschäftstätigkeit (EBIT) sank in den ersten neun Monaten auf 17,8 (67,7) Mio. Euro.

Das Finanzergebnis sank in den ersten neun Monaten 2008 auf minus 2,8 (- 0,9) Mio. Euro. Dieser Rückgang spiegle in erster Linie den aufgrund des gestiegenen Finanzierungsvolumens erhöhten Finanzierungsaufwand sowie nicht zahlungswirksame Bewertungsänderungen aus dem Anstieg des US Dollar wider, so das Unternehmen heute Freitag in der Ad-hoc-Mitteilung.

137,6 Millionen Euro Netto-Verschuldung
Die Eigenkapitalquote der Gesellschaft belief sich zum Berichtsstichtag auf 66 Prozent, die liquiden Mittel wiesen einen Wert von 149 Mio. Euro auf und lagen damit rund 4 Prozent höher als zu Beginn des Jahres. Die Netto-Finanzverschuldung betrug zum 30.9. 137,6 Mio. Euro gegenüber einem Immobilienvermögen von rund 781 Mio. Euro.

Trotz der anhaltenden Marktturbulenzen erwartet die CA Immo International für das vierte Quartal 2008 eine weitgehend unveränderte operative Entwicklung, jedoch seien weitere Abwertungen absehbar, heißt es in der Mitteilung. Da sich bisher noch keine Entspannung auf den Märkten abzeichne, sei eine konkrete Aussage bezüglich einer Dividendenzahlung für das Jahr 2008 nicht möglich. Über den Dividendenvorschlag werde somit im Frühjahr 2009 nach Vorlage des Gesamtjahresergebnisses entschieden.




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