21. September 2007 19:15

Jetzt fix 

Grünes Licht für One-Übernahme

Die EU-Kommission sieht den Wettbewerb durch die Übernahme nicht behindert. Das Closing und der Chef-Wechsel wird für Anfang Oktober erwartet.

Grünes Licht für One-Übernahme
© APA/Artinger

Die Übernahme des drittgrößten österreichischen Mobilfunkers "One" durch die France-Telecom-Tochter Orange und einen britischen Finanzinvestor ist endgültig fix. Die EU-Kommission hat Freitagabend die Übernahme wie erwartet ohne Auflagen genehmigt. Durch den Zusammenschluss dürfte der wirksame Wettbewerb "nicht erheblich behindert werden", erklärten die EU-Kommission.

Krammer neuer Chef
Dem Vernehmen nach wird der endgültige Vertragsabschluss und der bereits angekündigte Personalwechsel an der Spitze von One in den ersten Oktober-Tagen über die Bühne gehen. Neuer Geschäftsführer wird der frühere tele.ring-Chef und kurzzeitige Vorstandsvorsitzende des deutschen Mobilfunkkonzerns ePlus, Michael Krammer (46). Der bisherige One-Chef Joergen Bang-Jensen, der zehn Jahren an der Spitze des Unternehmens stand, hat bereits Anfang Juli seinen Rückzug bestätigt.

1,4 Mrd. Euro.
Der international tätige Mobilfunkkonzern Orange, der bereits bisher 17,45 Prozent an One gehalten hatte, und der auf Osteuropa spezialisierte Finanzinvestor Mid Europa Partners (MEP) haben sich vor drei Monaten in einem Versteigerungsverfahren gegen die niederländische KPN durchgesetzt. Künftig wird MEP zunächst 65 Prozent an One halten, Orange 35 Prozent.

Der bisherige Mehrheitsaktionär, der deutsche Energiekonzern E.ON, bezifferte den Kaufpreis damals mit einem Gesamtunternehmenswert von 1,4 Mrd. Euro.

Marke One verschwindet
Eine später Komplett-Übernahme von One durch die France Telecom-Tochter gilt in der Branche nicht als ausgeschlossen. Die Marke One wird jedenfalls in den nächsten ein- bis eineinhalb Jahren verschwinden und auf "Orange" geändert werden.




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