26. August 2008 11:10

MIP-Chef Haider 

"Habe schon in der Schule nicht gemogelt"

Der MIP-Boss nahm zu den Vorwürfen der kritischen Rebellen Stellung. Zu Grasser habe er „ein sehr professionelles Verhältnis“, sagt Haider.

"Habe schon in der Schule nicht gemogelt"
© TZ Österreich

Hans Haider, Ex-Verbund-Chef und inzwischen Boss der Investmentfirma Meinl International Power (MIP) setzt sich entschieden zur Wehr gegen die Vorwürfe kritischer Investoren, er habe bei der MIP-Hauptversammlung am 28. Juli Abstimmungsergebnisse zugunsten des MIP-Boards manipuliert. „Ich habe schon in der Schule nicht gemogelt und hatte das auch nie nötig“, so Haider im Gespräch mit ÖSTERREICH.

„Reines Gewissen.“
Bei der zur Diskussion stehenden Abstimmung seien einige Zertifikate-Inhaber „von den Rebellen abgelenkt“ worden und hätten die Abstimmung verpasst. Dagegen hätten sie beim anwesenden Notar protestiert. Haider habe einen Juristen um Rat gefragt, dieser habe entschieden, dass die Stimmen der betreffenden Investoren hinzuzuzählen seien. „Damit wird man leben müssen“, so Haider.

Die Anfechtungsklage, die die Meinl-Rebellen eingebracht haben, sieht Haider gelassen. „Ich habe ein völlig reines Gewissen.“

„Kein Problem mit KHG.“
Mit MIP-Manager Karl-Heinz Grasser habe er kein Problem, sagt Haider. „Grasser ist ja eine andere Generation, er ist so alt wie mein Sohn. Da ich im Unternehmen ungern Vater spiele, habe ich zu ihm ein sehr professionelles Verhältnis.“

Den möglicherweise bevorstehenden Einstieg eines Großinvestors bei der MIP will Haider nicht kommentieren. Nur so viel: „Es gibt eine Reihe von Interessenten.“ An Gerüchten über eine Kapitalerhöhung sei nichts dran. „Das macht auch keinen Sinn, wenn man genug Cash hat.“




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