31. August 2007 11:59

Für Öffentlichkeit 

Haider will zwei Kärntner Seen kaufen

Kärnten will zwei komplette Seen samt den Ferienanlagen des ÖGB bzw. der BAWAG in Kärnten erwerben.

Haider will zwei Kärntner Seen kaufen
© Apa

Der BAWAG-Eigentümer Cerberus ist derzeit bemüht, alle nicht banknahen Geschäftsfelder an in- und ausländische Interessenten abzustoßen. Darunter fallen unter anderem der Kärntner Hafner See, der Maltschacher See sowie das Feriendorf Ossiachersee, die derzeit noch im Besitz von BAWAG bzw. ÖGB und die ihm gehörende Betreibergruppe Sotour stehen. Weitere zwei Ferienheime inklusive einem gut ausgelasteten Seminarhotel am Hafnersee und knapp 1.400 Gästebetten suchen einen neuen Besitzer.Insgesamt über 90 Hektar Fläche sowie 1.380 Gästebetten befinden sich im Angebot.

Das Land Kärnten habe laut Kärntens Landeshauptmann Jörg Haider das exklusive Verhandlungsangebot erhalten, bis Mitte Oktober die Seen samt Anlagen in der Größenordnung von 40 bis 50 Mio. Euro zu kaufen. Haider will mit dem Kauf die Seezugänge für die heimische Bevölkerung öffnen.

War Feriendomizil für sozial schwache Familien
Der Betreiber bisher war "Sotour", eine Gewerkschaftsorganisation, deren Aufgabe es war, auch sozial schwachen Familien, Gewerkschaftsmitgliedern, Urlaub an einem See zu ermöglichen. Damit könnte es bei einem Verkauf rasch vorbei sein.

Dazu Haider: "Wir sind nicht der ÖGB sondern das Land Kärnten und haben ein Interesse daran, nicht nur einkommensschwachen Menschen einen Urlaub, sondern in erster Linie der Kärntner Bevölkerung wieder Seezugang zu verschaffen, das ist die sozialste Maßnahme, die es überhaupt gibt".

Haider hofft auf Zustimmung
Allerdings könnte das Land die Betriebe nach einem Kauf für drei oder fünf Jahre auch an die bisherigen Betreiber weiterverpachten, wenn es eine Einigung gebe, so der Landeshauptmann. Haider hofft auf Zustimmung seiner Regierungskollegen zum angestrebten Kauf und auf Unterstützung des Bundes durch sogenannte "Ringtauschmittel" (ein österreichweit zur Verfügung stehender Budgettopf). "Ich denke, dass die Republik Österreich, wenn sie diese Sache ernst nimmt, Interesse haben muss, uns hier zu helfen".

Das Finanzministerium werde die Sache prüfen, sobald vollständige Unterlagen vorliegen.




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