20. November 2009 22:02

Streit Bayern-Ö 

Harter Poker um Milliarden für die Hypo

Die Kärntner Hypo Group Alpe Adria kann ohne eine Kapitalspritze von 1,5 Milliarden nicht überleben. Wer zahlt, ist nach wie vor offen.

Harter Poker um Milliarden für die Hypo
© dpa

Der Freistaat Bayern - ihm gehört die Landesbank BayernLB – hat die Republik Österreich nun aufgefordert, bei der Hypo Group Alpe Adria Kapital einzuschießen.

Österreich müsse einen maßgeblichen Beitrag zur Rettung der schwer angeschlagenen Bank – die zu 67 Prozent im Besitz der BayernLB steht – leisten, heißt es. CSU-Landtagsabgeordneter Ernst Weidenbuch zur Süddeutschen Zeitung: „Ich kann mir nicht vorstellen, dass wir alleine mit dem Geld der bayerischen Steuerzahler die Hypo Alpe Adria sanieren.“

Wien-Besuch
Da das Land Kärnten - es hält noch immer knapp 13 Prozent an der Hypo – kein Geld hat, bleibt nur mehr der Bund. Finanzminister Josef Pröll hatte sich zuletzt allerdings extrem zurückhaltend gezeigt. Es sei nicht einzusehen, warum die Republik noch einmal (900 Millionen wurden bereits eingeschossen) Geld aus dem staatlichen Hilfspaket für die Banken bereitstellen solle.

Die Hypo braucht rasch 1,5 Milliarden Kapital, um die Löcher in der Bilanz zu stopfen. Sonst wird es eng. Laut SZ ist die BayernLB bereit, bis zu 1 Milliarde beizusteuern, die restlichen bis zu 500 Millionen müssten aus Österreich kommen. BayernLB-Chef Michael Kemmer soll demnächst einen Termin im Wiener Finanzministerium haben, hieß es am Freitag in Bankkreisen.




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