19. September 2007 15:50

Internet-Studie 

Heimische Online-Shops setzten 615 Mio. um

Österreicher gaben im Jahr 2006 im Schnitt 800 Euro für Internet-Shopping aus .

Heimische Online-Shops setzten 615 Mio. um
© Photos.com

Der heimische Internet-Einzelhandel nimmt bisher zwar noch einen geringen Anteil am gesamten Einzelhandel in Österreich ein, doch seine Bedeutung steigt täglich. Laut einer neuen Studie betreiben 3.200 heimische Unternehmen Online-Shops und erwirtschafteten damit im letzten Jahr einen Netto-Jahresumsatz von rund 615 Millionen Euro. Das entspricht, so die WKÖ-Berechnung, rund 1,4 Prozent des gesamten Einzelhandelsvolumens in Österreich von 43,7 Milliarden Euro.

Bekanntheitsgrad entscheidet
Die Exportquote des österreichischen Internet-Einzelhandels liege bei 9 Prozent des Netto-Jahresumsatzes, während umgekehrt die Österreicher rund 53 Prozent (770 Mio. Euro) im ausländischen Internet-Einzelhandel ausgeben. "Die Frage ist, wann die Shops entstanden sind und der Bekanntheitsgrad", so Studienautor Ernst Gittenberger dazu. So habe ein Internet-Unternehmen wie Amazon allein durch sein langjähriges Bestehen einen wesentlichen Vorsprung.

Rund 500 der 3.200 heimischen Unternehmen sind laut der Untersuchung reine Internet-Händler, 2.550 Online-Shops werden von stationären Einzelhändlern betrieben und die restlichen 150 seien dem Versandhandel zuzurechnen. Wobei auf Letztere, obwohl sie die geringste Zahl an Online-Shops ausmachen, 45 Prozent (278 Mio. Euro) des Internet-Einzelhandelsumsatzes entfalle, heißt es. Der zweitgrößte Bereich sei mit 243 Mio. Euro der stationäre Einzelhandel, während die restlichen 94 Mio. Euro der reine Internet-Handel ausmache.

800 Euro pro Person
Auf der Konsumentenseite ergab die Studie, dass 41 Prozent der österreichischen Internetnutzer im Untersuchungszeitraum Mai 2006 bis Juni 2007 im Internet-Einzelhandel eingekauft haben. Dabei wurden durchschnittlich 800 Euro pro Person im Jahr ausgegeben, wobei 10 Prozent davon um mehr als 2.000 Euro einkauften. Für 46 Prozent ist das bevorzugte Zahlungsmittel immer noch die Banküberweisung, gefolgt von der Kreditkarte (34 Prozent). Lediglich 0,4 Prozent vertrauen auf Paysafecards und PayPal.




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