14. September 2008 10:05

Teurer Winter 

Heizen kostet heuer wesentlich mehr

Die Preise aller Brennstoffe haben deutlich angezogen. Nur Pellets sind billiger zu haben als zuletzt.

Heizen kostet heuer wesentlich mehr

Die Österreicher müssen sich im heurigen Winter auf besonders hohe Heizkosten einstellen. Im Vergleich zu den Preisen vor zwei Jahren sind alle Brennstoffe - von Heizöl bis Hackschnitzel - deutlich teurer geworden. Einzig Pellets sind nun billiger zu haben. Bei den Lagerhäusern sind alle Heizmaterialien schon jetzt stark nachgefragt.

Öl und Gas
Die meisten österreichischen Haushalte heizen nach wie vor mit Öl und Gas. Laut Daten der Statistik Austria werden mehr als 955.000 Wohnungen mit Erdgas beheizt, gefolgt von Öl (rund 876.300), Fernwärme (mehr als 662.800), Biomasse (rund 590.000) und Strom (mehr als 254.500).

Nachfrage steigt
Die Nachfrage nach allen Brennstoffen ist derzeit schon gut. Nicht zuletzt aufgrund der gestiegenen Preise für fossile Brennstoffe haben viele Haushalte ihr Heizsystem auf alternative Energiequellen umgestellt. Besonders bei Pellets ist im Vergleich zum Vorjahr schon jetzt eine höhere Nachfrage festzustellen, für den Herbst rechnet man sogar mit einem "Boom in Richtung Pellets".

Pellets billiger
Engpässe wie im Winter 2005/06 soll es keine geben. Die Produktionskapazitäten sind im Laufe der Jahre deutlich ausgebaut worden, wodurch auch bei höherem Verbrauch die Versorgung mit Pellets gewährleistet sei. Pellets kosten derzeit 3,63 Cent je kWh. Vor zwei Jahren mussten dafür noch 4,80 Cent bezahlt werden.

Ölpreis verdoppelt
In den vergangenen beiden Jahren ist der Kostenvorteil für das Heizen mit Pellets stetig gestiegen. Der Ölpreis hat sich innerhalb eines Jahres mehr als verdoppelt und pendelt immer noch über 100 Dollar je Fass. Nicht nur Heizöl, sondern auch Gas und Strom haben sich dadurch deutlich verteuert. Damit sind Pellets, die in diesem Zeitraum sogar billiger wurden, heute der mit Abstand kostengünstigste Brennstoff für Haushalte.

Gas, Strom und Holz teurer
Der Preis für Heizöl ist in zwei Jahren um 30 Prozent von 7 Euro-Cent für 1 kWh im Juli 2006 auf 9,12 Euro-Cent im September 2008 gestiegen. Erdgas hat sich in diesem Zeitraum von 5,4 auf 6,26 Cent pro kWh verteuert. Auch Brennholz (von 2,9 auf 3,82 Cent) und Hackgut (von 2,5 auf 2,93 Cent) sind teurer geworden. Am teuersten ist es bekanntlich, mit Strom zu heizen. Hier ist der Preis von 13,3 auf 17,73 Cent je kWh in zwei Jahren gestiegen.

Die Energieregulierungsbehörde E-Control rät den Konsumenten, den billigsten Anbieter zu suchen. Möglich ist das beispielsweise mit dem Tarifkalkulator der E-Control (http://www.e-control.at). Der Verbrauch kann durch Energiesparen und effiziente Heizanlagen gesenkt werden.




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