03. Oktober 2008 07:11

Herbstlohnrunde 

Lohnverhandlungen für 2009 starten

Am Freitag wird erstmals konkret verhandelt. Die schlechten Wirtschaftsprognosen machen die Sache für die Arbeitnehmerseite schwieriger.

Lohnverhandlungen für 2009 starten
© APA

Am Freitag werden die ersten Weichen für die Einkommen der unselbstständig Beschäftigten im kommenden Jahr gestellt. In Wien startet die erste echte Verhandlungsrunde der Metallbranche, deren Ergebnisse richtungsweisend für alle weiteren Lohnverhandlungen sind. Im Vorjahr wurden rund vier Prozent Lohnzuwachs ausverhandelt, bestehend aus 3,6 Prozent Lohnanstieg und einer Einmalzahlung.

Inflation abgelten
Einig sind sich Arbeitgeber und -nehmer, dass zumindest die Inflationsrate ausgeglichen werden muss. Ein weiterer Richtwert ist die Pensionserhöhung, die 3,4 Prozent betrug (inklusive Einmalzahlung).

Schlechte Aussichten
Der Verhandlungsstart wird von den neuesten Wirtschaftsprognosen von Wifo und IHS überschattet, die ihre Vorschau deutlich nach unten revidiert haben. Nach einer längeren Periode sinkender Arbeitslosenzahlen drohen außerdem leicht steigende Zahlen, glauben die Wirtschaftsforscher.

Politik gleichgültig
Wenig Einfluss auf das Verhandlungsergebnis dürften dagegen die anlaufenden Koalitionsverhandlungen nach der Nationalratswahl haben. Sowohl die Unternehmer- wie die Arbeitnehmerseite haben sich in der Vergangenheit politische Zurufe immer verboten. Im vergangenen Jahr waren drei Lohnrunden und zuletzt ein 17-stündiger Sitzungsmarathon für eine Einigung erforderlich.




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