19. August 2009 18:26

Tanken 

Hickhack um die Spritpreise

Autofahrerklubs reagieren spöttisch auf die Ankündigung von Ölfirmen, gegen die Spritpreisverordnung vor Gericht zu gehen.

Hickhack um die Spritpreise
© APA

Dass Ölfirmen wegen der Spritpreisverordnung vor den Verfassungsgerichtshof ziehen wollen, sorgt für ein heiteres Kopfschütteln bei den österreichischen Autofahrerklubs.

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Elisabeth Brandau, Verkehrswirtschaftsexpertin des ÖAMTC, kommentiert den Vorstoß spöttisch so: „Die Mineralölfirmen sind selbst schuld daran, dass es die Spritpreisverordnung gibt. Das tägliche, mehrmalige Ändern der Preise an den Tankstellen vor der neuen Regelung war den Konsumenten einfach nicht mehr zuzumuten.“

Ins selbe Horn stößt der ARBÖ. Er empfiehlt der Mineralölwirtschaft, „doch lieber gleich in der Früh einen niedrigen Preis anzusetzen, statt ihn im Tagesverlauf weiter zu senken.“

Weniger Einkäufe in den Shops der Tankstellen
Diese Praxis hat in den vergangenen Wochen, wie in ÖSTERREICH berichtet, dazu geführt, dass bereits deutlich über sechzig Prozent der Autofahrer nun erst am Nachmittag oder Abend tanken. Dass den Tankstellen dadurch auch lukrative Einnahmen in ihren Shops entgehen, sei ein Problem, dass sie sich durch ihre „frühmorgendlichen Preisspiele“ selbst zuzuschreiben haben.

Abends gibt es bereits Staus vor den Zapfsäulen
Das neue Phänomen, dass die Autobesitzer erst gegen Abend zum Tanken fahren, betrifft auch die drei Salzburger Hofer-Tankstellen von Spritpreis-Rebell Markus Friesacher: „Das geänderte Tankverhalten macht auch vor uns nicht halt. Da wir auch weiterhin scharfe Diskontpreise bieten, kommt es ab dem Nachmittag schon wieder zu Staus und Wartezeiten. Die Schlange reicht oft bis auf die Landesstraßen hinaus.“

Für die kommenden Reisewochenenden zum Ferienende rechnet ÖAMTC-Expertin Brandau jedenfalls wieder mit Preissteigerungen. Sie empfiehlt, zumindest die teureren Autobahn-Tankstellen dann möglichst zu meiden.




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