18. August 2009 17:27

Unterschiede 

Hohe Preis-Differenz bei Schulsachen

Ein aktueller AK-Test zeigt: Die günstigste Grundausstattung für Schüler kostet heuer 37 Euro, die teuerste 230 Euro.

Hohe Preis-Differenz bei Schulsachen
© ÖSTERREICH/ Fally

Die Arbeiterkammer (AK) hat die Preise für ein Schul-Startpaket mit 21 Utensilien in der jeweils günstigsten Variante in 11 Wiener Papier-Fachgeschäften und drei Handelsketten erhoben. Ein Startpaket im untersten Preissegment kostet im Papier-Fachhandel im Schnitt 112 Euro (ein Plus von 8% gegenüber 2008). Die Preise variieren zwischen 37 und 230 Euro. „Das ist ein Preisunterschied von 522 Prozent“, rechnet AK-Konsumentenschützerin Manuela Delapina vor.

Preise für Schulsachen schwanken extrem
Grund für die gestiegenen Preise laut AK: Der Fachhandel nimmt zunehmend Billig-Produkte aus dem Sortiment. Bei großen Handelsketten schwanken die Preise zwischen 64 Euro und 112 Euro, im Schnitt gibt man hier 82 Euro aus. Kauft man alles in einem Geschäft, kommt man mit 66 Euro am günstigsten weg.

Tipp: Mehrere Händler für Schnäppchen abklopfen
Die AK rät, bei Aktionen auch auf die Qualität zu schauen, weil man bestimmte Schnäppchen oft nachkaufen muss. Außerdem sollte man nicht alles in einem Geschäft kaufen. Auf den günstigsten Preis von 37 Euro für das Einsteiger-Paket kommt man nämlich nur, wenn man mehrere Fachhändler abklopft. Ansonsten sind mindestens 40 Euro zu berappen. „Eltern müssen sich die Mühe machen und in mehreren Geschäften die Preise vergleichen“, so die AK-Expertin.

Umsatz zu Schulbeginn wie zu Weihnachten
Um in den Geschäften mehr Transparenz zu gewährleisten, kennzeichnet die Wirtschaftskammer (WKO) heuer wieder hochwertige und besonders umweltfreundliche Artikel.

Mit dem Schulgeschäft werden im Papierfachhandel laut WKO 30 bis 40 Prozent des jährlichen Umsatzes (rund 770 Millionen Euro) erwirtschaftet. Damit kommt in dieser Branche dem Schulbeginn umsatzmäßig etwa die gleiche Bedeutung zu wie Weihnachten. Bis zu 50 Prozent des Umsatzes zu Schulanfang entfallen auf den Fachhandel, bis 35 Prozent auf Handelsketten. Auf Platz drei folgen Lebensmitteleinzelhandel und die Drogeriemärkte (10 bis 15 Prozent Anteil am Umsatz).

SchulStartpaket




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