11. März 2008 12:30

Online-Umfrage 

Hohe Spirtpreise schränken Alltag massiv ein

Wie eine Umfrage des ÖAMTC ergab, führen die derzeit hohen Spritpreis zu Einschränkungen bei Freizeitaktivitäten und Lebensmitteln.

Hohe Spirtpreise schränken Alltag massiv ein
© APA

Die hohen Spritpreise haben "massive Auswirkungen auf den Alltag", lautet das Ergebnis einer Online-Umfrage, die österreichweit vom Autofahrerclub ÖAMTC durchgeführt worden ist. Mehr als ein Drittel der Befragten gab an, dass Autofahren nur dann finanzierbar sei, wenn an anderen Stellen gespart wird. Vor drei Jahren waren es noch 25 Prozent, die meinten, sich wegen der Spritpreise einschränken zu müssen.

Einschränkung bei Freizeitaktivitäten
Vor allem bei Freizeitaktivitäten schränken sich die Befragten ein, um sich das Autofahren leisten zu können (28 Prozent). 22 Prozent sparen bei Lebensmitteln und 15 Prozent bei Kleidung. Dahinter folgen Reisen, Restaurantbesuche, aber auch Wohnungskosten, so das Umfrage-Ergebnis. Vor allem jene 88 Prozent, die angeben auf das Auto angewiesen zu sein, würden immer mehr unter Druck geraten, hieß es in der Mitteilung des Autofahrerclubs.

Laut Untersuchung sind die Tankkosten ständig präsent. 85 Prozent der Umfrageteilnehmer können deshalb spontan genaue Preisangaben über die jeweils getankte Spritsorte machen, so ÖAMTC-Verkehrswirtschaftsexpertin Elisabeth Brugger-Brandau.

Schmerzgrenze nach oben gewandert
Die Schmerzgrenze bei den Spritpreisen hat in den vergangenen Jahren sichtbar nach oben verschoben. Im Jahr 2005 konnten 51 Prozent der Befragten nicht konkretisieren, ab wann sie - kostenbedingt - gänzlich auf ihr Auto verzichten wollen. Heuer konnten 71 Prozent diese Frage nicht beantworten. Dies erscheine angesichts der steigenden Kraftstoff-Preise paradox, spiegle aber die wachsende Hilflosigkeit der Autofahrer wider, so Brugger-Brandau.

Die Untersuchung zeigt auch, dass Angebote wie Tank- und Rabattkarten von 15 Prozent der Befragten genutzt werden (2005: 10 Prozent). Die Bindung an eine Stammtankstelle sei deshalb etwas wichtiger geworden. Wer gezielt nach einer billigen Tankstelle sucht, könne sich auf der Spritpreis-Datenbank auf der ÖAMTC-Homepage informieren, sagt der ÖAMTC. 93 Prozent der Befragten würden hier regelmäßig die günstigste Tankstelle suchen (2005: 71 Prozent).

Weiters gab jeder fünfte Befragte an, aus Kostengründen spritsparender zu fahren als früher. 19 Prozent versuchen, bewusst auf Autofahrten zu verzichten, vor einem Jahr waren es nur acht Prozent.




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