06. August 2008 13:57

Großes Jammern 

Hotelerie mit Sommertourismus unzufrieden

Im Gegensatz zur guten Wintersaison beurteilen die heimischen Tourismusbetriebe die bisherige Sommersaison wenig euphorisch.

Hotelerie mit Sommertourismus unzufrieden
© SXC

Ein Drittel der Betriebe fürchtet einen sinkenden Umsatz, knapp die Hälfte der Hotellerie-Betriebe sind mit den Nächtigungszahlen nicht zufrieden. Vor allem in den ländlichen Regionen von Salzburg und Tirol äußern sich die Touristiker skeptisch. Positiver bilanzieren dagegen die östlichen Bundesländer. Die Gäste buchen sehr kurzfristig, "das macht uns nervös", sagte der Spartenobmann Tourismus in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), Johann Schenner, am Mittwoch.

Negative Stimmung
Bisher blicken 34 Prozent der Hotellerie und Gastronomie der Sommersaison "eher negativ" entgegen, "sehr negativ" beurteilen 9 Prozent die Lage. "Sehr positiv" befinden lediglich 6 Prozent den bisherigen Sommer, hat eine Online-Umfrage des Market-Instituts unter 3.615 Mitgliedern der Sparte Tourismus- und Freizeitwirtschaft der WKÖ ergeben.

Salzburg und Tirol am unzufriedensten
Mehrheitlich unzufrieden zeigten sich die Hotelbetriebe mit der Buchungslage, die im Umfragezeitraum (8. bis 16. Juli) unter dem Niveau des Sommers 2007 lag. Besonders kritisch äußerten sich die Salzburger und Tiroler Betriebe.

Obwohl die Buchungslage besser sein könnte, sucht die Hälfte der Tourismusbetriebe noch immer Personal. Insgesamt sucht jeder zweite Betrieb Mitarbeiter im Service und in der Küche.

Sinkender Umsatz prognostiziert
Das große Geschäft werden die Tourismusbetriebe heuer aber nicht machen: 33 Prozent der österreichischen Betriebe gehen für diesen Sommer von einem sinkenden Umsatz aus, 37 Prozent glauben, dass er gleichbleiben wird und immerhin 15 Prozent erwarten einen steigenden Umsatz. Vor allem die steigenden Energie- und Transportkosten machen den Betrieben zu schaffen. Diese Verteuerungen würden "sicher nicht" voll weitergegeben werden, mit einer moderaten Steigerung im kommenden Winter müssen die Gäste aber schon rechnen.

Trotz allem ist Schenner zuversichtlich, insgesamt positiv zu bilanzieren. Das Sommerergebnis werde "nicht so schlecht" ausfallen, die Betriebe seien nur momentan nervös, weil die Gäste nicht mehr längere Zeit im Vorhinein buchen.




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