16. September 2009 14:08

86 Euro in Wien 

Hotelpreise purzeln weltweit

Die Preise für eine Hotelübernachtung gingen um 17 Prozent zurück.

Hotelpreise purzeln weltweit
© dpa

Übernachten im Hotel war im ersten Halbjahr deutlich billiger: Weltweit gingen die Preise um 17 Prozent zurück, geht aus einer Studie der Online-Buchungsplattform Hotels.com hervor, die auf tatsächlich gezahlten Zimmerpreise in 78.000 Hotels an 13.000 Standorten basiert. In Österreich fielen die Preise um 23 Prozent auf durchschnittlich 87 Euro. Abu Dhabi löste Moskau als teuerste Stadt der Welt ab.

Eine Nacht in einem Hotel in Abu Dhabi kostete durchschnittlich 190 Euro und war damit nur geringfügig billiger (minus 7 Prozent) als im ersten Halbjahr 2008. Am zweitteuersten war in den ersten sechs Monaten dieses Jahres eine Übernachtung in Monte Carlo mit 178 Euro (-8 Prozent), das New York (-23 Prozent auf 139 Euro; Rang 5) ablöste. Den dritten Platz nahm Genf mit 171 Euro (-12 Prozent) ein. Moskau lag auf Rang vier mit 164 Euro (minus 39 Prozent). Den stärksten Preisverfall gab es in Mumbai: Hier mussten Reisende aus der Eurozone mit 111 Euro um 42 Prozent weniger zahlen.

86 Euro kostet ein Zimmer in Wien
In Wien sanken die Zimmerpreise im Schnitt um 25 Prozent auf 86 Euro. Die österreichische Hoteliervereinigung (ÖHV) gibt laut "Presse" als Preis für ein Hotelzimmer in Wien 95 Euro (netto exklusiv Ortstaxe und Umsatzsteuer), ein Minus von 15 Prozent.

Weltweit waren die Zimmerpreise in den ersten sechs Monaten dieses Jahres auf dem niedrigsten Stand seit Beginn der Auswertungen zum Hotelpreisindex (HPI) von Hotels.com. In Lateinamerika sanken die Preise heuer im ersten Halbjahr durchschnittlich um 18 Prozent, was laut Pressemitteilung von Hotels.com hauptsächlich auf den Ausbruch der Schweinegrippe im April in Mexiko zurückzuführen ist. In Nordamerika und in Asien gab es ein Minus von 17 Prozent, in Europa um 16 Prozent. Innerhalb Europas gab es den stärksten Rückgang in Irland (minus 26 Prozent auf durchschnittlich 80 Euro). In Deutschland betrug das Minus 14 Prozent, in der Schweiz 12 Prozent.

Die sinkende Nachfrage sei durch einen steilen Anstieg der Hotelzimmerkapazitäten noch verstärkt worden, so Hotels.com Worldwide-Präsident David Roche in einer Pressemitteilung. Hoteliers hätten parallel zum Nachfragerückgang ganze Stockwerke geschlossen sowie Serviceangebot und Preise reduziert. Damit hätten sie einen Markt geschaffen, "der uns wahrscheinlich noch für einige Zeit erhalten bleibt".




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