28. Jänner 2009 09:42

Massiver Abbau 

IT-Riese SAP baut 3.000 Stellen ab

Der deutsche IT-Konzern SAP setzt massiv den Rotstift an und will weltweit 3.000 Stellen abbauen. Damit sollen 350 Millionen Euro eingespart werden.

IT-Riese SAP baut 3.000 Stellen ab
© AP

Wie das Unternehmen am Mittwoch in Walldorf bei Heidelberg mitteilte, solle die Anzahl der Stellen "unter konsequenter Ausnutzung der natürlichen Fluktuation" reduziert werden. Die Anzahl der Beschäftigten solle bis Jahresende auf 48.500 Mitarbeiter sinken. Ab dem Jahr 2010 würden jährliche Einsparungen in Höhe von etwa 300 bis 350 Mio. Euro erwartet. Damit reagiert das Unternehmen auf die sich verschärfenden Konjunkturkrise.

Co-Vorstandschef Leo Apotheker stellte im Fernsehsender ntv klar, dass keine betriebsbedingten Kündigungen geplant seien. "Es geht nicht darum, Mitarbeiter entlassen zu wollen." Auch SAP sei von der Wirtschaftskrise betroffen. Im Mai wird Apotheker nach dem Ausscheiden von Henning Kagermann alleiniger Chef von Europas größten Softwareunternehmen. Konkrete Angaben zu den Auswirkungen des Stellenabbaus auf Deutschland machte das Unternehmen zunächst nicht.

Schwieriges Jahr
"SAP erwartet, dass die Marktbedingungen für das Jahr 2009 schwierig bleiben", berichtete das Softwareunternehmen im Vorfeld der am Vormittag in Frankfurt am Main stattfindenden Bilanzpressekonferenz. Die Entwicklung aller variablen Kosten einschließlich der Ausgaben für externe Dienstleistungen und Investitionen würden weiterhin konsequent überwacht.

Im Herbst hatte das Unternehmen von einem Einbruch im Softwaregeschäft berichtet und ein erstes Sparprogramm aufgelegt. Das Betriebsergebnis stieg im vergangenen Jahr vorläufigen Zahlen zufolge um 4 Prozent auf 2,84 Mrd. Euro an. Die Software- und softwarebezogenen Serviceerlöse seien im Jahr 2008 um 14 Prozent auf 8,46 Mrd. Euro geklettert.

Eine konkrete Prognose für die wichtigen Erlöse aus Software und softwarebezogenen Services gab das Unternehmen für das laufende Geschäftsjahr nicht ab. Als Grund gab der Konzern das "anhaltende unsichere wirtschaftliche Umfeld" an.




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