08. Juli 2008 10:57

Meinl-Affäre 

IVA-Rasinger fordert Offenlegung aller Unterlagen

Anlegerschützer Wilhelm Rasinger, gegen den die Meinl Bank am Sonntag eine Klage angekündigt hat, schießt sich weiter auf die Meinl Bank ein.

IVA-Rasinger fordert Offenlegung aller Unterlagen
© APA

Diesmal setzt er sich mit der Behauptung der Meinl Bank auseinander, "seit Monaten konstruktiv mit den Behörden zusammenzuarbeiten". Rasinger fordert die Bank auf, die Oesterreichische Nationalbank (OeNB) um eine Nachprüfung zu ersuchen und alle Unterlagen den Behörden umgehend offenzulegen.

Die Meinl Bank solle öffentlich erklären, "dass in den letzten zwölf Monaten keine Daten und Bänder gelöscht wurden und Unterlagen weder vernichtet noch ins Ausland verbracht wurden", fordert Rasinger, Präsident des Interessenverbandes für Anleger (IVA), am Dienstag.

Konter mit OeNB-Prüfbericht
Die Meinl Bank habe dem IVA jüngst nicht nur "straf- und zivilrechtliche Maßnahmen" angedroht, sondern auch behauptet, dass die Meinl Bank "seit Monaten konstruktiv mit den Behörden zusammen arbeitet". Dieser Aussage stellt Rasinger Anmerkungen aus dem Prüfbericht der OeNB entgegen. Dort heißt es demnach unter anderem:

"Bereitstellung erfolgte schleppend"
"Die Bereitstellung der geforderten Unterlagen erfolgte in vielen Fällen nur äußerst schleppend", oder: "Der tatsächliche Eigentümer der PPS (Partly Paid Shares) wurde den Prüfern auf mehrfache mündliche und schriftliche Anfrage nicht mitgeteilt", oder auch: "Eine Darstellung der wirtschaftlichen Verhältnisse der Somal A.V.V. wurde von den OeNB-Prüfern angefordert, aber von der Meinl Bank nicht übermittelt", und weiters: "Wirtschaftliche Unterlagen von der Julius Meinl AG wurde den OeNB-Prüfern trotz mehrmaliger Nachfrage nicht offengelegt".

Um der Meinl Bank keinen Vorwand für weitere Klagsdrohungen zu bieten, enthalte er sich dazu jeder kritischen Beurteilung, so Rasinger.




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