07. September 2007 13:48

Pfuschkontrolle 

Immer mehr Schwarzarbeiter werden erwischt

Finanzkontrolle KIAB hat im ersten Halbjahr 6.300 Illegale aufgespürt, nachdem sie 17.000 Firmen überprüft hat.

Immer mehr Schwarzarbeiter werden erwischt
© APA

Die Kontrolleinheit zur Bekämpfung von illegaler Beschäftigung KIAB schlägt immer öfter zu. Im ersten Halbjahr 2007 wurden 6.318 illegale ausländische Beschäftigte in 17.017 kontrollierten Betrieben ohne Arbeitsbewilligung ertappt. Das waren mehr als im ganzen Jahr 2004. Damals wurden 6.201 Schwarzarbeiter erwischt. Das geht aus einer Anfragebeantwortung von Finanzminister Wilhelm Molterer an Nationalratspräsidentin Barbara Prammer hervor.

Die Zahl der inländischen Schwarzarbeiter wird vom Finanzministerium statistisch nicht erfasst.

Strafen explodieren auch
Die Summe der beantragten Geldstrafen lag mit 14,3 Mio. Euro im Halbjahr auch über dem Gesamtbetrag von 2004, als die beantragten Geldstrafen insgesamt 13,8 Mio. Euro ausgemacht hatten. Im Halbjahr 2007 wurden 3.668 Strafanträge eingebracht, 2004 waren es im Gesamtjahr 3.372.

Die KIAB dürfte heuer im Gesamtjahr auch deutlich mehr Schwarzarbeiter erwischen als im Vorjahr. Tendenz steigend.

KIAB hat aufgestockt
Die Kontrolleinheit des Finanzministeriums hat ihr Personal seit 2002 fast verzehnfacht. Damals beschäftigte der Pfusch-Kontroll-Trupp lediglich 34 Mitarbeiter, 2005 waren es bereits 186 Beschäftigte, 2006 wurde der Personalstand auf 296 erhöht und betrug zuletzt 311 Mitarbeiter.

Die Personalkosten erhöhten sich von 847.418 Euro im Jahr 2002 auf 12,5 Mio. Euro. Das entspricht in etwa der Hälfte der beantragten Geldstrafen von 24,2 Mio. Euro.

Der Pfusch erwirtschaftet in Österreich rund 21 Mrd. Euro pro Jahr. Am meisten gepfuscht wird am Bau, auf den fast 40 Prozent des gesamten Volumens entfällt.




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