18. September 2008 19:56

US-Finanzkrise 

Immo-Aktien fallen in den Keller

Vor allem die Papiere von Immofinanz und Immoeast verloren massiv an Wert - als Folge der US-Finanzkrise.

Immo-Aktien fallen in den Keller
© Getty

Panikstimmung und eine wild brodelnde Gerüchteküche sorgten am Donnerstag an der Wiener Börse für dramatische Kursrückgänge bei Immobilienwerten. CA Immo, Eco Business, Atrium (früher MEL) rasselten teils mehr als 15 % runter. Besonders hart erwischte es Immofinanz und Immoeast – am Markt kursierten Spekulationen, die Gesellschaften seien von der Pleite der US-Bank Lehman Brothers massiv betroffen. Die Immofinanz-Aktie verlor zeitweise mehr als 32 %, bei der Immoeast waren es mehr als 26 %.

„Schwachsinnig“
Das Unternehmen wies die Gerüchte scharf zurück. Immofinanz- und Immoeast-Chef Karl Petrikovics bezeichnet es als „schwachsinnige Unterstellung, wir hätten irgendwelche Lehman-Wertpapiere“. Die Immofinanz habe lediglich einen Kredit über 54 Mio. Euro bei einem Lehman-Unternehmen, außerdem sei ein Lehman-Fonds mit 6 % an der Gesellschaft Adama beteiligt, an der die Immoeast rund 32 % hält. Daraus ergäbe sich keinerlei Risiko. Das Immofinanz-Papier „erholte“ sich am Nachmittag etwas auf rund 27 % Minus.

Russland-Problem
Bei der Immoeast ist laut Experten vor allem ihr Engagement in Russland, wo der Finanzmarkt besonders strauchelt, Grund für den Kurssturz. Petrikovics: „Osteuropa und speziell Russland werden derzeit von den Investoren geradezu wie eine heiße Kartoffel fallen gelassen.“




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