24. März 2009 11:06

Sattes Minus 

Immoeast fährt Milliarden-Verlust ein

Für Aktionäre ergibt sich ein Verlust von 2,32 Euro pro Aktie. Weitere Abwertungen seien nicht auszuschließen.

Immoeast fährt Milliarden-Verlust ein

Die börsenotierte Immofinanz-Tochter Immoeast hat in den ersten drei Quartalen des Geschäftsjahres 2008/09 nach Abwertungen einen Ebit-Verlust von 1,4 Mrd. Euro ausgewiesen, nach einem Plus von 123,6 Mio. Euro im Vorjahr. Analysten waren im Vorfeld von einem Minus von 1,6 Mrd. Euro ausgegangen. Zugleich stiegen der Umsatz um 19,3 Prozent auf 252,7 Mio. Euro und der Cash-Flow aus dem Ergebnis um 46,5 Prozent auf 75,1 Mio. Euro, das Ergebnis vor Abschreibungen (Ebitda) lag mit 88,7 Mio. Euro um 2,6 Prozent unter dem Vorjahresniveau.

Verlust von 2,32 Euro pro Aktie
Damit ergab sich ein Ergebnis je Aktie von minus 2,32 Euro, nach einem Plus von 20 Cent in der Vorjahresperiode. Der Buchwert/Aktie fiel auf 6,73 Euro (minus 27,9 Prozent) und der Net Asset Value (NAV) je Aktie auf 7,03 Euro (minus 30,6 Prozent).

Die kumulierten Abwertungen (Neubewertung von Liegenschaften) der ersten drei Quartale erreichten 507,7 Mio. Euro, die Abschreibungen auf Entwicklungsprojekte, Firmenwerte und Forderungen 634,2 Mio. Euro. Darin sei auch eine Teilabwertung der Forderung gegenüber der Constantia Packaging B.V. (Corporate Bond der IBAG) von 172 Mio. Euro, also rund einem Drittel der Forderung in Höhe von 513 Mio. Euro, enthalten, heißt es in der Ad-hoc-Mitteilung. Darüber hinaus resultierten aus weiter zu betreibenden Entwicklungsprojekten Drohverluste in Höhe von 352 Mio. Euro. Ohne Berücksichtigung der positiven bilanziellen Wechselkurseffekte hätten die Abwertungen 1,096 Mrd. Euro für die abgelaufenen neun Monate betragen.

Weitere Abwertungen möglich
Weitere Abwertungen seien "aufgrund der anhaltenden schwierigen immobilienwirtschaftlichen Gesamtlage" nicht auszuschließen. Auch im dritten Quartal (1. November 2008 bis 31. Jänner 2009) sei es zu Abwertungen des Immobilienportfolios sowie Abschreibungen als Folge der Einstellungen von Entwicklungsprojekten gekommen.

Mieteinnahmen gestiegen
Die Mieteinnahmen seien, ohne Berücksichtigung von Fremdwährungseffekten, die sich in dieser Kennzahl negativ auswirken, im Jahresvergleich um 19,7 gestiegen. Dafür seien Akquisitionen in den letzten Monaten des abgelaufenen Wirtschaftsjahres und Fertigstellungen im laufenden Wirtschaftsjahr verantwortlich. Vermietungsgrad und durchschnittliche Miethöhen blieben weitgehend unverändert.




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