09. Februar 2009 10:56

Finanzkrise 

In China sperrte jeder 2. Spielzeughersteller zu

Die Finanzkrise gab der Branche den Rest. Davor litt sie schon unter den Skandalen um gesundheitsgefährdende Stoffe im Spielzeug.

In China sperrte jeder 2. Spielzeughersteller zu
© APA/EPA

In der chinesischen Spielwarenindustrie mussten im vergangenen Jahr in Folge der Wirtschaftskrise die Hälfte der Hersteller ihre Fabriken schließen. Die Zahl der Firmen schrumpfte um rund 49 Prozent von 8.610 zum Beginn des Jahres 2008 auf 4.388 zu Jahresende.

Schwacher Export
Grund für die Probleme der Branche war vor allem die schwache Entwicklung der Exporte von Spielzeug, insbesondere zum Jahresende. Im November ging die Ausfuhr von Spielwaren um 8,6 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat zurück, im Dezember um 7,6 Prozent. Im Gesamtjahr wuchsen die Spielzeug-Exporte demnach nur um 1,8 Prozent.

Gesundheitsschädliche Stoffe
Chinas Spielzeugindustrie steckt schon seit längerem in der Krise. Die Wirtschafts- und Finanzkrise führte aber zu einer deutlichen Verschärfung. In der südchinesischen Provinz Guangdong, wo die Hälfte des weltweit verkauften Spielzeugs produziert wird, gab es 2008 eine Reihe großer Fabrik-Schließungen. Chinas Spielzeugindustrie leidet vor allem unter einem schlechten Image nach den Skandalen um gesundheitsschädliche Stoffe in Spielzeugen. Daneben machen der Branche steigende Arbeitskosten zu schaffen.




Posten Sie Ihre Meinung Neu anmelden Login |
Facebook Kommentare