09. August 2008 21:25

ÖSTERREICH-Erhebung 

In Wien sind die Gehälter am höchsten

Der ÖSTERREICH-Lohnvergleich fördert massive Einkommensunterschiede in den Bundesländern zutage. Die Wiener verdienen am meisten.

In Wien sind die Gehälter am höchsten
© APA

Die Einkommen der Österreicher schwanken von Bundesland zu Bundesland besonders stark. Das belegt eine Erhebung des Personalberaters Neumann International, die ÖSTERREICH vorliegt.

Wiener verdienen am meisten
So verdient man im Klagenfurt im Schnitt um 15 Prozent weniger als in Wien. Bei einem Apotheker macht das rund 681 Euro Einkommensverlust brutto pro Monat aus. Eine Friseurin erhält in Wien im Schnitt um 231 Euro mehr pro Monat als in Kärnten. Eine Büroangestellte muss in Graz mit 145 Euro im Monat weniger auskommen als eine Kollegin in Linz.

Große Firmen zahlen mehr
Der Gehaltsexperte Conrad Pramböck, Head of Compensation Consulting bei Neumann International, erläutert die teils dramatischen Einkommensunterschiede: „Traditionell werden die höchsten Gehälter in Wien gezahlt, wo viele große, internationale Unternehmen ihren Sitz haben, die ihren Mitarbeitern attraktive Karriere- und Gehaltsperspektiven bieten. Besonders die Gehälter der Führungskräfte liegen in den großen Unternehmen deutlich höher als in kleineren Unternehmen. Die niedrigsten Gehälter innerhalb Österreichs werden in Kärnten und im Burgenland bezahlt.“

Mieten & Co
Auch die Lebenshaltungskosten von Mieten bis Gasthausbesuchen schwanken in den einzelnen Regionen Österreichs, liegen etwa im Burgenland deutlich unter jenen von Oberösterreich oder Salzburg. Unternehmen geben so die jeweiligen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen zu einem Teil an die Mitarbeiter weiter.

Mehr Lohn ab Herbst
Mit der Rekordteuerung im Hintergrund erwarten sich Wirtschaftsexperten heuer eine Herbstlohnrunde mit besonders hohen Abschlüssen. So schätzt Josef Baumgartner vom Wirtschaftsforschungsinstitut, dass die Arbeitnehmer im Herbst Lohnerhöhungen von gut vier Prozent fordern werden. SPÖ-Sozialminister Erwin Buchinger brach zuletzt eine Lanze für die Angestellten und forderte ein Plus von 3,5 bis 5,5 Prozent für die Arbeitnehmer. Dass die Inflation dadurch angeheizt wird, glaubt Buchinger nicht.




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