14. Mai 2009 20:01

Krise 

Internationale Banken verlassen Russland

Laut Medienberichten erwägt die Swedbank und die ING Bank den Rückzug. Beobachter rechnen mit weiteren Kandidaten.

Internationale Banken verlassen Russland
© EPA

Einige ausländischen Banken überlegen ihren Rückzug aus Russland ähnlich wie während der Krise 1998. Die schwedische Swedbank will ihre Beteiligung an ihren russischen Tochterbanken reduzieren. Auch die niederländische ING Bank könnte sich dazu entschließen. Insgesamt überlegen nach Meinung anderer Marktteilnehmer bis zu fünf ausländische Finanzinstitute, das Land zu verlassen. Sie hätten finanzielle Probleme, das Geschäft in Russland aufrechtzuerhalten, berichtete die russische Zeitung "Kommersant".

Rekordwert
Allerdings hatte der Anteil Ausländer am russischen Bankensektor im 1. Quartal einen Rekordwert von 31,2 Prozent der gesamten Bilanzsumme erreicht, weil die westlichen Banken eine zusätzliche Kapitalisierung ihrer russischen Töchter durchführten.

Déjà-vu
1998 hatten ausländische Banken Russland schon einmal verlassen. Damals hatten Citigroup, Credit Suisse, UBS und Morgan Stanley ihre Präsenz in Russland wegen großer Verluste zurückgefahren. Lehman Brothers, JP Morgan, Goldman Sachs, Merrill Lynch und Nomura hatten den russischen Markt komplett verlassen.




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