27. November 2008 15:55

Umfrage zeigt 

Jugendliche sind keine Sparmuffel

Jugendliche sind, entgegen verbreiteter Meinung, gar keine Sparmuffel, wie Umfragen ergeben. Sie sind aber "Kurzzeit-Sparefrohs".

Jugendliche sind keine Sparmuffel
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Das Marktforschungsinstitut Fessel GfK Austria hat österreichweit Jugendliche zwischen 14 und 19 Jahren nach ihrem Sparverhalten befragt. Immerhin gaben 7 von 10 jungen Menschen an, "mehr oder weniger regelmäßig" Geld aufs Sparbuch zu legen. Überwiegend aber unregelmäßig, wenn Geld hereinkommt an Geburtstagen, zu Weihnachten oder als "Leistungsprämien". Im Schnitt kommen die Jungen so auf ein gespartes Vermögen von rund 3.000 Euro. Ein Drittel lässt freilich sparen: von Eltern oder Großeltern.

Junge Leute sind aber "Kurzzeit-Sparefrohs", wie Peter Bosek, Privatkundenvorstand der Erste Bank Österreich feststellte.

45 Prozent der jungen Wiener bleibt nichts übrig
Wenngleich es in bestimmten Regionen - wie etwa in Wien (45 Prozent) - doch relativ viele sind, denen Monat für Monat gar nichts überbleibt für die "hohe Kante", legen die jungen Leute im Österreichschnitt 28 Euro im Monat aufs Sparkonto. Überraschend war für die Banker, dass den jungen Menschen die Bank vor der Haustür wichtiger ist das die Möglichkeit zum Internetbanking.

Keine langfristigen Sparziele
Kurzfristig wird gern für Anschaffungen wie Kleider, Schuhe oder allgemein fürs Fortgehen gespart. Langfrist-Sparen wie für Wohnung oder Auto ist bei den Unter-20-Jährigen noch nicht wirklich ein Thema. Die Notwendigkeit einer Altersvorsorge ist zwar in den Köpfen - 90 Prozent der Jungen halten es für wichtig, sich durch eigene Vorsorge etwas für die Pension zur Seite zu legen - aktiv steckt unter den 14- bis 19-jährigen aber kaum jemand etwas in die Pensionsvorsorge. Nur einer von zehn ist in dieser Richtung schon aktiv: bei den 14-Jährigen erst 2 Prozent, bei den 19-Jährigen schon 20 Prozent.




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