08. Dezember 2008 18:22

EU-Verbot 

Keine Glühbirnen mehr bis 2012

Die klassische Glühbirne wird es nicht mehr lange geben. bis 2012 sollen sie vom Markt verschwunden sein.

Keine Glühbirnen mehr bis 2012
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Das zuständige EU-Gremium, in dem alle Länder vertreten sind, hat am Montagnachmittag beschlossen, dass die herkömmlichen Glühbirnen zwischen 2009 und 2012 schrittweise vom Markt genommen werden.

Nach dem Beschluss sollen ab 1. September 2009 zunächst 100-Watt-Birnen vom Markt verschwinden. Lagerbestände dürften noch verkauft werden, nicht mehr aber neue importiert oder produziert werden. Ein Jahr später würden dann Glühbirnen über 75 Watt erfasst, 2011 dann auch jene über 60 Watt und 2012 schließlich auch jene über 25 Watt. Ab 2016 sollen dann auch weniger energieeffiziente Halogenlampen auslaufen. Der Beschluss muss noch vom Parlament gutgeheißen werden und soll dann nach fünf Jahren überprüft werden.

Energiesparlampen
Damit steht die 1879 von Thomas Edison erfundene Glühbirne vor dem Aus in der EU. Glühbirnen setzen nur fünf Prozent der ihnen zugeführten Energie in Licht um, der Rest wird in Wärmestrahlung umgewandelt und geht verloren. Energiesparlampen brauchen um 65 bis 80 Prozent weniger Strom, außerdem halten sie deutlich länger, was höhere Anschaffungskosten relativiert. Der Nachteil: Es dauert lange, bis sie leuchten, sie können oft nicht gedimmt werden und sie sind weniger hell. Ein Haushalt kann nach Berechnungen der EU-Behörde mit der Umrüstung auf die energiesparenden Beleuchtungskörper bis zu 10 bis 15 Prozent seiner Stromkosten oder 50 Euro pro Jahr einsparen.

Kaum Arbeitsplatzverluste
Insgesamt rechnet die Brüsseler Behörde mit Einsparungen von rund 5,3 Mrd. Euro pro Jahr, was etwa ein Drittel der Gesamtausgaben für Lichtbringer wäre. Die Auswirkungen auf die produzierende Industrie schätzt die Kommission gering ein: Nur noch 8.000 von insgesamt 50.000 Menschen, die in der Beleuchtungsbranche beschäftigt sind, produzierten klassische Glühbirnen. Von diesen Arbeitsplätzen könnten im schlimmsten Fall 2.000 bis 3.000 verloren gehen.




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