07. Jänner 2008 19:20

Expansion 

Kika und Lutz möbeln Osten auf

Kika/Leiner will heuer nach Rumänien, Serbien und per Franchise-System nach Russland. Lutz plant sechzig neue Filialen in Osteuropa.

Kika und Lutz möbeln Osten auf
© Roman Fuhrich

2008 wird ein spannendes Jahr für die beiden Platzhirsche im österreichischen Möbelhandel, Kika/Leiner und XXXLutz. Bei Kika/Leiner steht im April die lange angekündigte Hofübergabe an, wie ÖSTERREICH exklusiv erfuhr. Kika/Leiner-Boss Herbert Koch (66) übergibt die Geschäftsführung an seinen Sohn Paul (30), der sich das Amt mit dem jetzigen Kika/Leiner-Prokuristen Johannes Jungbluth (48) teilen wird.

"Ich werde selbstverständlich dem Unternehmen auch weiterhin zur Verfügung stehen", kündigt Koch sen. im Gespräch mit ÖSTERREICH an. Paul Koch ist das recht: "Wir haben ausgemacht, dass mich mein Vater während einer dreijährigen Übergangsphase noch unterstützt."

Möbel nach Moskau
Der neue Firmenchef wird Hilfe brauchen können: Der Konzern hat große Pläne im Osten. Heuer will Kika/Leiner in Rumänien und Serbien starten: "Klares Expansionsziel ist die Marktführerschaft", so Herbert Koch. Außerdem wollen die Kochs Putins Reich erobern. "Wegen der Größe Russlands wird es dort wahrscheinlich ein Franchise-System."

Kika/Leiner (Jahresumsatz 2006: 1,2 Milliarden Euro) ist derzeit in Österreich, Ungarn, der Slowakei, Tschechien und Kroatien vertreten. Die Eröffnung des ersten Standortes in Saudi Arabien verzögert sich allerdings. "Man muss in dieser Region mit Terminverschiebungen leben lernen", so Herbert Koch.

60 neue Lutz-Filialen
Auch Branchenprimus XXXLutz (Jahresumsatz: 2,5 Milliarden Euro) forciert 2008 die Ostexpansion, nachdem das Unternehmen zuletzt vor allem in Deutschland stark gewachsen ist. Lutz-Boss Thomas Saliger will mit der Diskontkette Möbelix in gleich sieben Ost-Ländern die Nummer eins im Billigsegment werden. "Sechzig Filialstandorte sind in diesen Ländern bereits fixiert", so Saliger.

XXXLutz hat auch in Deutschland einen Erfolg zu verzeichnen: Die Übernahme der bayerischen Möbelkette Hiendl erhielt dieser Tage den Sanktus der Kartellrechtler. Derzeit errichtet XXXLutz zwei gigantische Möbelhäuser in München und in Stuttgart.




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