17. Jänner 2009 21:47

Gegen Flaute 

Kitzbühel: 1 Million für Tourismus-Werbekampagne

Der Kitzbüheler Tourismusobmann Harisch geht jetzt groß in die Offensive, um ein drohendes Minus in der Wintersaison abzuwenden.

Kitzbühel: 1 Million für Tourismus-Werbekampagne
© APA

Eine Million Euro will der Kitzbüheler Tourismusobmann und Hotelier Christian Harisch für eine groß angelegte Werbekampagne für die Region locker machen. Das zumindest ist sein Offensivplan zur Rettung der Saison. Zuerst muss er andere Verbände mit ins Boot holen. „Sieben verschiedene Orte und sechs Bergbahnen unter einen Hut zu bringen ist nicht einfach. Aber ich werde für mein Vorhaben kämpfen“, sagt Harisch im Gespräch mit ÖSTERREICH.

Der Grund für diese Mega-Kampagne: Die Bilanz der heurigen Wintersaison dürfte weniger gut ausfallen als im Rekordwinter 2007/08. „Ich rechne mit einem Minus. Ausschlaggebend ist die schlechte Wirtschaftsstimmung“, meint Harisch. Zwar lief das Weihnachtsgeschäft großartig, doch im Februar und März werde die Krise stärker durchschlagen. „Leiden werden vor allem die großen Unternehmen. Besser haben es die Kleinen, die über Jahre Stammgäste aufgebaut haben“, so Harisch weiter.

Skirennen gibt Auftrieb
Er hofft nun auf das Hahnenkammrennen, das kommendes Wochenende in Kitzbühel stattfindet. „Das hilft, die Leute zum Skifahren zu bewegen“, sagt Harisch. Gleich danach will der Tourismusobmann die millionenschwere Werbeaktion für die Kitzbüheler Alpen starten – wenn sich bis dahin alle betroffenen Verbände der Region einig sind.

3% Minus im Winter
Generell sehen Österreichs Touristiker schlechteren Zeiten entgegen. „Ich rechne mit einem Minus von drei Prozent für die gesamte Wintersaison“, sagt Sepp Schellhorn, Präsident der Österreichischen Hoteliervereinigung.

Auf die allgemeine Wirtschaftsflaute will er dies jedoch nicht zurückführen, eher auf die schlechte Ferienkonstellation 2009. So haben heuer einige Länder im Jänner gleichzeitig Winterferien, wodurch die Betten in einer Woche überbucht sind, während sie in einer anderen leer bleiben. Insgesamt rechnet Schellhorn daher mit einem leichten Nächtigungsrückgang im Jänner.

Spätes Ostern
Auch Ostern ist in diesem Jahr erst im April und damit später als im vergangenen Jahr. Schellhorn: „Da weichen die Urlauber woanders hin aus. Es ist schwierig, Anreize zu schaffen, damit die Leute im April noch Skiurlaub machen.“

(ama)




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