10. Dezember 2008 11:33

Finanzkrise 

Kredit-Nachfrage in Österreich bricht ein

Vor dem Hintergrund der Finanzkrise sind die Österreicher vorsichtiger geworden und kaufen weniger auf Pump.

Kredit-Nachfrage in Österreich bricht ein
© Photos.com

Im November wurden in Österreich mit 70.021 Krediten (87.949) um 20,4 Prozent weniger Verträge von Privatpersonen abgeschlossen als im Vorjahresmonat, so der Kreditschutzverband von 1870 (KSV) am Mittwoch.

Gleichzeitig sei erstmals in diesem Jahr auch die Nachfrage spürbar ins Stocken geraten. So haben sich im November 2008 90.261 Österreicher für einen Kredit interessiert. Das waren um knapp 9,9 Prozent weniger als noch im November des Vorjahres (100.215), geht aus der aktuellen KSV-Kreditanalyse hervor.

Die Zahl der neu abgeschlossenen Privatkredite sei seit Oktober rückläufig. Damit werde der Privatkreditmarkt 2008 bestenfalls stagnieren, auch dann, wenn sich der Dezember unerwartet positiv auswirken sollte, so KSV-Vorstand Johannes Nejedlik. Die Banken und Leasingunternehmen seien bei Privaten klar restriktiver geworden. Aber auch der Konsument sei vorsichtiger geworden. Vom Banken-Hilfspaket seien aber wichtige Impulse zur Entspannung am Privatkreditmarkt zu erwarten.

Der Kreditmarkt sei für Konsumenten derzeit schwer einzuschätzen, so KSV-Experte Gerhard Wagner. Daher werde versucht, die monatlichen Belastungen auf ein Minimum zu reduzieren und zusätzliche Kredit- und Leasingverträge zu vermeiden.




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