11. März 2009 11:43

Ab 1. April 

Kurzarbeit für 2.600 AUA-Mitarbeiter

Vor allem das Bodenpersonal ist betroffen: Die AUA führt Kurzarbeit für 2.600 Mitarbeiter ein.

Kurzarbeit für 2.600 AUA-Mitarbeiter
© dpa

Die Austrian Airlines (AUA) und die Gewerkschaften haben sich auf wesentliche Eckpunkte eines Sparpaketes geeinigt. Voraussichtlich rund 2.600 Angestellten - vorerst nur im Bereich Boden - werden ab 1. April an der Kurzarbeit teilnehmen. Weiters werden die Pensionskassenbeiträge der Beschäftigten für ein Jahr um 75 Prozent reduziert und die aktuelle Kollektivvertragslaufzeit wird um zwei Monate vom 1.11.2009 bis 31.12.2009 verlängert, teilte die AUA am Mittwoch mit.

Die Verhandlungen mit dem fliegenden Personal laufen unterdessen noch und würden "zügig" fortgesetzt. Die AUA hoffe auf einen baldigen Abschluss, hieß es aus dem Unternehmen auf Anfrage.

Regelung soll sechs Monate gelten
Die Eckpunkte des AUA-Krisenpaketes sehen eine Arbeitszeitreduzierung auf 80 Prozent und ein Entgelt von 90 Prozent bzw. 90 Prozent Arbeitszeit bei 95 Prozent Gehalt vor, wobei die AMS-Förderung die Differenz weitestgehend abdecke, so die AUA. Die Kurzarbeit soll zunächst für sechs Monate gelten, wobei eine Verlängerungsoption besteht. Im Sinne sozialer Ausgewogenheit seien Lehrlinge, Teilzeitangestellte (bis zu 50 Prozent Normalarbeitszeit) und Arbeitnehmer mit einem Einkommen bis zu 1.100 Euro von der Kurzarbeit ausgeschlossen.

"Das ist ein sehr wichtiger Schritt zur Krisenbewältigung", so die AUA-Vorstände Peter Malanik und Andreas Bierwirth. Die Kurzarbeit werde sowohl größtmögliche Gleichbehandlung gewährleisten als auch die zwingend erforderlichen Personalkosteneinsparungen realisieren. Mit dieser Einigung sei eine weitere wichtige, rasch wirksame Maßnahme im Krisenpaket umgesetzt.

"Mit diesem Paket können wir die österreichischen Arbeitsplätze sichern und leisten in diesen schwierigen Zeiten auch einen deutlichen Beitrag zur Krisenbewältigung", so Bodenbetriebsratsvorsitzender Alfred Junghans . Die Berücksichtigung von sozialen Aspekten die Verhinderung von Einkommenseinbußen sei wichtig gewesen. "Jetzt erwarten wir uns auch von unseren Systempartnern einen deutlichen Beitrag im Sinne der Erhaltung des Standorts", so Junghans.




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