16. Oktober 2008 15:37

Schwerverkehr wächst 

Lkw verursachen 300 Mrd. Euro Kosten

Diese Kosten werden von den Frächtern aber nicht getragen. Die Alpenregionen sind von den Schadstoffen doppelt so arg betroffen.

Lkw verursachen 300 Mrd. Euro Kosten
© DPA

Während sich die EU-Staaten bisher nicht auf die von der EU-Kommission geforderte Erhöhung der EU-weiten Lkw-Maut einigen konnten, hat der VCÖ mit einer Rechnung aufhorchen lassen. Demnach hat der Lkw-Verkehr innerhalb der EU im Vorjahr externe Kosten von 300 Mrd. Euro verursacht, die nicht von ihm bezahlt wurden. Unter externen Kosten werden etwa Unfall- und Umweltschäden oder Staukosten verstanden.

Alpenregion doppelt so negativ
Besonders betroffen seien davon Alpengebiete wie Österreich. "Eine von der EU-Kommission beauftragte Studie zeigt, dass die Schadstoffe in den Alpenregionen doppelt so negativ wirken wie am flachen Land, der Lärm sogar fünfmal so negativ", so der Verkehrsclub Österreich. Der VCÖ setzt sich mit seinem EU-Dachverband dafür ein, dass die EU-Mitgliedsstaaten die gesamten externen Kosten einbeziehen dürfen.

Verkehr wächst schneller als Wirtschaft
Laut VCÖ wächst der Schwerverkehr in der Europäischen Union deutlich stärker als die Wirtschaft. Seit dem Jahr 1995 habe der Lkw-Transport in der EU um 50 Prozent zugenommen, die Wirtschaft sei seither lediglich um rund 30 Prozent gewachsen, die Bevölkerung überhaupt nur um vier Prozent.

Anstatt zu lagern wird transportiert
"Der Lkw-Verkehr hat sich vom Wirtschaftswachstum entkoppelt. Anstatt Güter zu lagern, werden sie quer durch Europa transportiert, weil der Transport billiger als die Lagerung ist. Es ist höchste Zeit, in der EU verursachergerechter Preise für den Transport einzuführen", hielt VCÖ-Expertin Ulla Rasmussen fest.




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