14. April 2008 08:25

Kritik wird lauter 

MEL-Kleinanleger wollen ihre Stimmen bündeln

MEL-Kleinanleger machen jetzt im Internet gegen die Hauptversammlung mobil.

MEL-Kleinanleger wollen ihre Stimmen bündeln
© Kernmayer

Die unter den massiven Kursverlusten leidenden Kleinanleger von Meinl European Land (MEL) wollen bei der bevorstehenden außerordentlichen Hauptversammlung ihre Kräfte bündeln und möglichst viele Stimmrechte zusammenbringen.

Eigene Internet-Plattform
Dafür wurde eine eigene Internet-Plattform (www.stage4.us/melfanclub) gegründet. Der "MELfanclub" zählte bis jetzt 400 Mitglieder. Mit der Bündelung ihrer Stimmen wollen die Kleinanleger verhindern, dass die Hauptversammlung (HV) "zur vollkommenen Farce" wird, so die Initiatoren auf der Homepage, denn mit Hilfe der Partly Paid Shares (PPS), die dem durchschnittlich informierten Anleger bis vor wenigen Monaten gänzlich fremd waren, sei den Kontrahenten die Stimmenmehrheit sicher.

Für die a.o. HV steht noch kein offizieller Termin fest. Zuletzt hatte es immer geheißen, sie werde noch im Mai stattfinden. Laut offiziellem Hauptversammlungskalender ist sie immer noch am 12. Juni angesetzt.

Für die MEL-Kleinanleger sei der geplante Deal zwischen MEL, Gazit-Globe und CPI, ein Citibank-Fonds, auch nicht der erhoffte Silberstreif am Horizont, heißt es, vielmehr entstehe der Eindruck, "es handle sich hier nur um die Fortsetzung einer zeitgemäßen Form der Wegelagerei."

"Kein Geld für Julius"
Ihren Protest wollen die Mitglieder des "MELfanclub" durch zahlreiches Erscheinen bei der Hauptversammlung zum Ausdruck bringen. Sie haben zudem eine Liste von neun Forderungen aufgestellt: Unter dem Punkt "Kein Geld für Julius" fordern sie, es dürfe die Auflösung des Managementvertrages zwischen MEL und MERE nicht mit weiteren 280 Mio. Euro vergoldet werden.

Weiters lehnen sie die Zuteilung von Gratis-Optionen an Gazit-Globe ab. Ablehnend stehen sie auch der Wandelanleihe gegenüber, diese verkompliziere den Deal unnötig, und sprechen sich für ein schlankes MEL-Management aus. Die Honorierung der Manager sollte ergebnisabhängig erfolgen. Weiters fordern sie die Klärung der Rechtmäßigkeit der PPS, deren volle Einzahlung oder Ausschluss vom Stimmrecht.




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