03. Oktober 2009 10:37

Übernahme 

Magna - Opel-Deal vor Unterschrift

Magna entscheidet in Kürze über den neuen Opel-Chef. Favorit ist Herbert Demel. Geheimtipp fürs Führungsteam ist Manfred Eibeck.

Magna - Opel-Deal vor Unterschrift
© AP

Spätestens Mitte Oktober wollen Magna und die russische Sberbank die Verträge zur Opel-Übernahme unterzeichnen. Schriftlich fixiert werden muss allerdings zuvor noch der Beitrag der Mitarbeiter zur Opel-Sanierung.

Details der Mitarbeiter- Beteiligung noch nicht fix
Die Belegschaft soll bis 2014 jährlich auf 265 Mio. Euro verzichten, sie erhält im Gegenzug eine 10-%-Beteiligung an New Opel. Die Verhandlungen seien „auf der Zielgeraden“, sagt Gesamtbetriebsratschef Klaus Franz, wiewohl noch „eine grundsätzliche Frage“ offen sei. Die Arbeitnehmer fordern Mitbestimmungsrechte, etwa bei Standortverlagerungen. „Ich will wissen, welchen Einfluss ich für mein Geld bekomme“, so eine mit den Verhandlungen vertraute Person.

Entscheiden muss Magna auch noch über das Führungsteam für Opel. Favorit für den Chefposten ist Magna-Manager Herbert Demel. Spitzen der deutschen Politik wünschen sich dem Vernehmen nach aber Magna-Boss Sigi Wolf selbst für die Opel-Spitze.

Deutsche Spitzenpolitiker wollen Wolf als Opel-Chef
Demel war früher u.a. Audi-Chef. Er soll des Öfteren mit VW-Patriarch Ferdinand Piëch aneinandergeraten sein, der gar nicht glücklich über eine Bestellung Demels wäre, so ein VW-Insider zu ÖSTERREICH. Piëch hatte zuletzt mit Auftragsentzug für den Zulieferer Magna gedroht, weil der mit Opel jetzt zum Hersteller, also Konkurrenten, werde.

Top-Tipp für die Opel-Führungsriege ist auch Manfred Eibeck, Vizechef von Magna Europa. Er war früher selbst bei Opel, kennt das Unternehmen bestens.

Bald Entscheidung über russischen Opel-Standort
Industrieller Partner von Magna bei Opel ist der russische Autobauer Gaz, der von Oleg Deripaska kontrolliert wird. Magna-Boss Wolf besichtigte jetzt das Gaz-Werk in Nischni Nowgorod. „Gaz hat beachtliche Erfolge bei der Erhöhung der Konkurrenzfähigkeit seiner Produkte erzielt“, so Wolf. Die Gaz-Fertigungslinien seien problemlos für die Produktion verschiedener Opel-Modelle geeignet. Über den russischen Opel-Standort soll nach der Besichtigung weiterer Autowerke in Russland entschieden werden.




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