10. Jänner 2007 17:45

Kein Voyager mehr 

Magna kämpft gegen US-Autokrise

Autozuliefer-Konzern mit getrübtem Ausblick für 2007. Magna Steyr verliert die Produktion des Voyager, bestätigt Chrysler-Boss LaSorda.

Magna kämpft gegen US-Autokrise
© (c) APA/Magna

Magna International, der Autozulieferkonzern von Frank Stronach, präsentiert heute seinen Ausblick für 2007. Fest steht, dass die Prognosen für das 20 Milliarden Euro Umsatz schwere Unternehmen verhalten ausfallen. Schuld daran sind die Zores der Magna-Hauptkunden. Die US-Autokonzerne General Motors, Ford und Chrysler bringen Magna 80 Prozent des Betriebsgewinnes, leiden aber allesamt unter Absatzeinbrüchen und müssen sparen.

Kein Voyager aus Graz
Die Effizienzprogramme schlagen bis Österreich durch. Chrylser-Boss Tom LaSorda hat jetzt erstmals offiziell bestätigt, dass der Chrysler-Van Voyager nur noch bis Ende 2007 bei Magna Steyr in Graz gebaut wird. Damit klafft bei Magna Steyr eine Lücke von 26.870 Fahrzeugen pro Jahr, mehr als 10 Prozent der Gesamtproduktion. Das Problem dabei: "Der Voyager wird auf einem Band mit vier anderen Chrysler-Modellen produziert. Hier kann man nicht einfach ein Auto eines anderen Herstellers einklinken“, heißt es bei Magna in Graz. Kein Wunder, dass jetzt fieberhaft mit Chrysler über einen Nachfolge-Auftrag verhandelt wird.

Mit der Straffung der Strukturen von sieben auf drei Divisionen will Frank Stronach Magna International einen stärkeren Auftritt gegenüber den Hauptkunden ermöglichen.




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