12. Juni 2008 19:09

Mit Heilquelle 

Mateschitz wird Schlossherr in der Steiermark

Dietrich Mateschitz steigt durch den Kauf von Schloss Thalheim inklusive Heilquelle künftig auch ins Mineralwasser-Geschäft ein.

Mateschitz wird Schlossherr in der Steiermark
© GEPA pictures/ Irmgard Daempfer

Während sich der Startschuss für Dietrich Mateschitz’ Motorsport-Projekt im steirischen Spielberg aufgrund politischer Differenzen weiter verzögern wird, ist dem Red Bull-Boss in der rund 15 Kilometer entfernten Marktgemeinde Pöls bereits ein Coup gelungen.

Verfallenes Schloss
Das dortige Investment-Objekt von Mateschitz ist das stark baufällige Schloss Thalheim. Dessen Eigentümer – die Armenstiftung – suchte seit sieben Jahren einen Käufer für das zwölf Hektar große Areal und wurde jetzt mit Mateschitz einig. „Es geht nur mehr um die letzten Abstimmungen beim Kauf“, so der Pölser Bürgermeister Ernst Korp gegenüber ÖSTERREICH. Seitens Red Bull will man sich „zu den laufenden Verhandlungen“ ebenso wenig äußern wie zum Preis. Dietrich Mateschitz sitzt durch den Kauf nämlich an einer sprudelnden Geldquelle.

Denn im Schlossinneren befindet sich die älteste Mineralwasser-Heilquelle der Steiermark. Das Thalheimer Mineralwasser wurde bis 2001 vor Ort abgefüllt und kistenweise sogar bis nach Deutschland exportiert. Hauptabnehmer waren bis dahin vor allem Kuranstalten und Krankenhäuser, die das jodarme Wasser zur Behandlung von Magen-Darm-Krankheiten einsetzten. Insider sind sich sicher, dass Dietrich Mateschitz diese Quelle nicht versiegen lassen und den Vertrieb des Heilwassers bald aufnehmen wird. Zuvor bedarf es freilich einer Generalsanierung des Gebäudes und der Abfüllanlagen.

Erfolg für Red Bull Cola
Dass der Red-Bull-Boss ein untrügliches Gespür in Sachen Durstlöscher hat und auch Big-Player wie Coca-Cola nicht scheut, stellte er erst jüngst unter Beweis. Seit Anfang April ist Red Bull Cola auf dem österreichischen Markt. „Die Nachfrage übertrifft unsere Erwartungen um ein Vielfaches,“ so Red-Bull-Sprecherin Tina Sponer. Dem nicht genug soll Red Bull Cola mittlerweile schon kofferraumweise im Privatexport nach Deutschland transportiert werden. Läuft alles nach Plan, werden noch heuer bis zu 400 Millionen Dosen produziert. Ziel des gebürtigen Steirers Mateschitz ist es, in drei bis fünf Jahren mit dem hauseigenen Cola genau so viel Umsatz zu machen wie mit Red Bull: 3,5 Milliarden Dosen brachten 2007 drei Milliarden Euro Umsatz.




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