13. November 2008 13:16

Neues Angebot 

Medienunternehmen bietet für AUA 10 Euro

Jetzt liegt ein neues, unübliches Angebot vor, welches die AUA-Übernahme betrifft. Ein Medienunternehmen bietet 10 Euro.

Medienunternehmen bietet für AUA 10 Euro
© APA/Harald Schneider

Leicht hat es die AUA in diesen Zeiten wahrlich nicht. Nun kommt zur schwierigen Lage des österreichischen Flugunternehmens rund um den Verkaufsprozess ein Angebot einer Wiener Stadtzeitung zur Übernahme der Airline um 10 Euro - und ohne Forderung eines Schuldenerlasses.

Michaelis nimmt Angebot ernst
Der Herausgeber der Stadtzeitung "Wien-konkret" hat als "Wien-konkret Medien GmbH" sein Angebot persönlich zur ÖIAG gebracht. Und zwar erst am Dienstag dieser Woche. Der Privatisierungsauftrag sei ja bis 31. Dezember 2008 verlängert worden, so Robert Marschall, der Herausgeber von "Wien konkret" zu oe24.at. Der ÖIAG-Vorstand reagierte auch prompt im Ö1-Mittagsjournal auf das neu vorliegende Angebot: Es sei zu spät - Wochen nach der Frist - erfolgt, so Michaelis zu Ö1. Außerdem fehle das geforderte strategische Konzept zur Zukunft.

Schuldenerlass wird nicht erwartet
Das wahrlich Interessante an dem Gebot ist freilich folgendes: In dem Schreiben von "Wien-konkret Medien GmbH" an ÖIAG-Vorstand Peter Michaelis heißt es, dass ein Schuldenerlass von der Republik Österreich oder der Staatsholding ÖIAG für Schulden der AUA nicht erwartet werde.

Als Aktionär "schuldenfrei"?
Marschall bestätigte gegenüber oe24.at, dass sein Angebot ernst gemeint sei. "Das ist sehr ernst gemeint. Die Schulden bleiben bei der AG. Als Aktionär kaufe ich 41 Prozent der Aktien. Die Aktien haben ja keine Schulden und die 10 Euro Kaufpreis kann ich aus der Handkassa bezahlen." "Als Aktionär kann ich ja auch nicht ins operative Geschäft eingreifen", so Marschall weiter.

Kritik an der Lufthansa
Der AUA traut der Herausgeber Marschall jedenfalls einiges zu. Man könne die Kosten senken, effizienter arbeiten. Er glaube, das Unternehmen sei "von innen sanierbar". Auch mit seiner Kritik an der Lufthansa sparte Marschall gegenüber oe24.at nicht: Er glaube an Streckenkürzungen zwischen Deutschland und Österreich, falls die Lufthansa die AUA übernehmen würde, da sich sich die Lufthansa kaum selbst Schaden zufügen wolle.

Angebot gilt bis 31.1.2009
"Wir sind Bestbieter. Mit einer halben Milliarde Euro Vorsprung. Und unser Angebot ist verbindlich. Das zweite Angebot von Lufthansa ist ja nicht einmal verbindlich!" Als Frist für das Angebot wird der 31. Jänner 2009 genannt.




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