10. September 2007 11:30

Druck von Anlegern 

Meinl-Aktie stürzt auf 8,96 Euro ab!

Die Aktie der Immobilien-Gesellschaft Meinl European Land (MEL) stürzt um 9,04 Prozent ab. Anlegerschützer sind erzürnt.

Meinl-Aktie stürzt auf 8,96 Euro ab!
© APA
Meinl-Aktie stürzt auf 8,96 Euro ab!
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Nachdem die Ratingagentur Fitch den Anleihen der MEL vorige Woche das Prädikat "Junk" verliehen hat, setzte nun Bestätigung vom gestrigen Sonntag, dass die österreichische Aufsichtsbehörde ihre Ermittlungen in der gesamten Causa Meinl ausdehnt, die Zertifikate der in Wien börsenotierten, aber in Jersey ansässigen Immo-Gesellschaft MEL am Montag abermals schwer unter Druck.

Nur mehr 8,96 Euro wert
Heute stürzten die Papiere der Meinl European Land an der Wiener Börse kräftig ab: Meinl European Land und büßten 9,04 Prozent auf 8,96 Euro ein.

Druck von Anlegern
Der Interessensverband der Anleger fordert jetzt, dass sich die Immobilien-Gesellschaft freiwillig aus dem "Prime Market", der zweithöchsten Handelsliga an der Wiener Börse, zurückziehen und in eine niedrigere Kategorie wechseln sollte.

Auch wird die Meinl Bank aufgefordert, als "Zeichen des guten Willens" eine größere zahl an Papieren zum Preis von 20,50 Euro zurückzukaufen.

Meinl-Bank wird geprüft
Die Affäre um die börsenotierte Immobiliengesellschaft Meinl European Land (MEL) hat jetzt außerdem Konsequenzen für die Meinl Bank. Der noblen Wiener Privatbank von Julius Meinl V., die als Emissionsbank und Market Maker für MEL gut verdiente, wird von der Banken- und der Finanzmarktaufsicht (FMA) im Rahmen einer Sonderprüfung durchleuchtet. Lesen Sie hier mehr dazu.

SPÖ fordert OenB-Einbeziehung
SPÖ-Finanzsprecher Jan Krainer hat am Montag die Einbeziehung der Oesterreichischen Nationalbank (OenB) für die anstehende Prüfung der Meinl Bank gefordert, weil die Finanzmarktaufsicht alleine "nicht in der Lage ist, die Vorgänge zu bewerten". Es sei wichtig, dass es sich um eine "Prüfung" und nicht nur um eine "Einschau" handle, da sonst eher zu- statt aufgedeckt werde, meint Krainer. Die FMA sei untätig.

Die FMA habe schon die Meinl Bank "mit allzu großer Nachsicht zu behandelt", und zwar wegen der "Verwicklungen und Seilschaften von Ex-Finanzminister (Karl-Heinz) Grasser", meint der SP-Politiker.




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