31. Oktober 2007 11:39

Erstes Projekt 

Meinl Power beteiligt sich an ungarischem Gaswerk

Das Projektvolumen beträgt 140 Millionen Euro, MIP investiert 12 Millionen Euro.

Meinl Power beteiligt sich an ungarischem Gaswerk
© APA

Die börsenotierte Gesellschaft Meinl International Power Ltd. (MIP) rund um Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser und den ehemaligen Verbund-Chef Hans Haider beteiligt sich als Juniorpartner mit rund 12 Mio. Euro an einem Gaskraftwerk in Ungarn. Gemeinsam mit dem größten ungarischen Energieversorger MVM werde im ostungarischen Vasarosnameny ein Kraftwerk mit einer Leistung von 233 Megawatt errichtet, gab MIP-Chef Haider heute, Mittwoch, bei einer Pressekonferenz in Wien bekannt.

Gesamtinvestitionskosten liegen bei 140 Millionen Euro
Die Gesamtinvestitionskosten für das Kraftwerk belaufen sich auf rund 140 Mio. Euro, wovon 65 Prozent fremdfinanziert werden sollen. An der gemeinsamen Projekterrichtungsgesellschaft Karpat Energo Zrt. hält MIP zunächst 24 Prozent, die staatliche ungarische MVM hält 51 Prozent. Die restlichen 25 Prozent entfallen auf die ungarische Projektentwicklungsgesellschaft System Consulting Zrt., die unter der Leitung des früheren ungarischen Energieministers Laszlo Kapolyi steht. MIP besitzt für diesen 25-Prozent-Anteil eigenen Angaben zufolge eine Kaufoption, die innerhalb von 2 Jahren nach vollständiger Inbetriebnahme des Kraftwerkes ausgeübt werden kann. Die entsprechenden Verträge seien bereits unterzeichnet worden, berichtete Haider.

Fertigstellung Mitte 2009
Das Kraftwerk soll bis Mitte 2009 fertiggestellt werden und Anfang 2010 den vollen Betrieb aufnehmen. Damit kann der Strombedarf einer ungarischen Stadt mit rund 140.000 Einwohnern gedeckt werden.

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Die Projektfinanzierungskonditionen wurden seitens der Projektgesellschaft Karpat Energo Zrt. mit einem Konsortium von ungarischen und internationalen Banken vereinbart. Der Fremdfinanzierungsanteil beläuft sich auf rund 65 Prozent des Gesamtinvestitionsvolumens, wodurch der Ertrag für die Anteilseigner auf das eingesetzte Eigenkapital entsprechend erhöht werden könne.

Genehmigungen stehen noch aus
Die für das Projekt erforderlichen gesellschaftsrechtlichen und regulatorischen Genehmigungen stehen noch aus. Von MIP liegt die Board-Genehmigung vor. Das Closing werde für das erste Quartal 2008 erwartet. Vasarosnameny liegt im Nordosten Ungarns in unmittelbarer Nähe zur ungarischen Gasversorgungsinfrastruktur.

"Antwort auf steigende Nachfrage nach Spitzenstrom"
"Das Kraftwerksprojekt in Vasarosnameny ist die Antwort auf die steigende Nachfrage nach Spitzenstrom auf dem freien Strommarkt in Ungarn. Es wird zur Regulierung des ungarischen Strommarktes zu attraktiven wirtschaftlichen Bedingungen beitragen", so Haider.

13 Prozent Rendite erwartet
"Für die 24 Prozent an Karpat Energo nehmen wir 12 Mio. Euro in die Hand, die wir in die Gesellschaft als Equitiy einschießen", erklärte MIP-Chef Hans Haider heute bei einer Pressekonferenz. "Wir sind ein Longterm-Investor und werden bei diesem Projekt etwa 13 Prozent Rendite erwirtschaften" - mit Potenzial nach oben. Weil in der Nähe ein Bioethanol-Werk mit Energiebedarf gebaut werde, dürfte die Rendite sogar deutlich über 15 Prozent liegen, ist Haider zuversichtlich.

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Für den Fall, dass bei dem Projekt etwas schiefgehen sollte, habe man einen "Fallschirm", versicherte Haider: "Wenn sich die Rendite-Erwartungen nicht erfüllen, haben wir eine bedingungslose Put-Option mit einem bereits festgelegten Preis - dann können wir es ihnen aufs Aug' drücken", erläuterte er das Ausstiegsszenario für Meinl International Power. In diesem Fall würde man die investierten 12 Mio. Euro plus Verzinsung zurückerhalten.

500 Millionen für Investitionen aus Börsengang
Insgesamt hatte sich die MIP heuer im Sommer 600 Mio. Euro von der Börse geholt, nach Abzug der Platzierungskosten habe man 560 Mio. Euro zur Verfügung gehabt, erklärte Haider. "Ich gehe davon aus, dass wir im Laufe des Jahres 500 Millionen investiert haben werden." In der Pipeline seien sowohl konventionelle Kraftwerke als auch solche im Renewable-Bereich, "wir wollen zirka 60 Prozent in konventionelle investieren". Etwa 20 Projekte seien derzeit in der näheren Betrachtung, mit einer guten Chance auf Realisierung.




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