05. April 2009 13:54

Jet in Reparatur 

Meinl dementiert Fluchtpläne

Laut Medienberichten soll am Flughafen Wien-Schwechat schon ein betankter Privatjet bereitgestanden sein. Ziel wäre die Schweiz gewesen. Meinl weist die Vorwürfe zurück.

Meinl dementiert Fluchtpläne
© Reuters

Die Meinl Bank hat Medienberichte zurückgewiesen. wonach für den Banker Julius Meinl am vergangenen Mittwoch, dem Tag seiner Verhaftung, ein Privatjet in Wien bereitgestanden sei. Der Bericht entbehre jeder Grundlage, heißt es in einer Aussendung der Meinl Bank Sonntagnachmittag. "Der genannte Privatjet befand sich vergangene Woche nicht in Wien, sondern in Reparatur und war auch gar nicht einsatzbereit." Julius Meinl habe "zu keinem Zeitpunkt geplant, sich den Ermittlungen zu entziehen."

Bereitschaft vorhanden
Vielmehr habe Meinl stets seine Bereitschaft erklärt, zu behördlichen Terminen zu erscheinen. So habe er beispielsweise am 16. März einer Zeugenladung vor dem Handelsgericht Wien Folge geleistet. Auch zur Einvernahme bei der Staatsanwaltschaft Wien am vergangenen Mittwoch sei er "freiwillig und in der Absicht erschienen, durch seine Aussage zur Aufklärung der Vorwürfe beizutragen". Nach der Einvernahme war Julius Meinl Mittwochabend wegen Fluchtgefahr verhaftet worden, gegen Rekord-Kaution von 100 Mio. Euro wurde er Freitagmittag gegen Auflagen auf freien Fuß gesetzt. Gegen Meinl wird wegen Verdachts auf schweren gewerbsmäßigen Betrug und Untreue ermittelt, für ihn gilt die Unschuldsvermutung.

Keine Schweizer Vermögenswerte
Laut Meinl Bank-Stellungnahme besitzt Julius Meinl keine Vermögenswerte in der Schweiz. Die in Medienberichten erwähnte Citation S.A. sei eine Tochter der Meinl Bank, die seit 25 Jahren als Vermögensverwaltung in Zürich tätig sei. Die Kautionssumme von 100 Mio. Euro war von einer liechtensteinischen Bank nach Wien überwiesen worden, zur Herkunft des Geldes wollten die Anwälte von Julius Meinl am Freitag nichts sagen.

Dementiert
Medien hatten berichtet, dass Julius Meinl V. angeblich eine Flucht in die Schweiz geplant hatte, weil es ihm in seiner österreichischen Heimat wohl zu heiß geworden sei. Laut aktueller "SonntagsZeitung" ist vorigen Mittwoch, am Tag von Meinls Verhaftung, am Flughafen Wien-Schwechat ein vollbetankter Privatjet bereitgestanden.




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