14. Mai 2009 15:22

Nach U-Haft 

Meinl will Republik Österreich klagen

Laut Medienberichten überlegt Julius Meinl nun aufgrund des umstrittenen Vorgutachtens eine Klage gegen die Republik Österreich. Für die mögliche Gerichtsschlacht wurden schon etliche Top-Anwälte engagiert.

Meinl will Republik Österreich klagen
© APA/ Artinger

Die Republik Österreich könnte von Julius Meinl V. geklagt werden. Eineinhalb Monate nach der Verhaftung des Bankers prüfen dessen Anwälte nun neuerlich eine Amtshaftungsklage gegen die Republik, wie das Magazin "Format" berichtet. Bestätigt wurde dies auch von Meinl-Bank-Vorstand Peter Weinzierl. Priorität habe eine solche Klage momentan aber nicht.

Umstrittenes Gutachten
"Wenn sich der Haftbefehl von Herrn Meinl auf das Vorgutachten von Herrn Havranek und ähnlich gut recherchierte Polizeiberichte stützt, dann haben unsere Juristen Bedenken, ob die Verhaftung und die Verhängung der Kaution zu Recht erfolgt sind. Das wird jetzt geprüft", wurde Weinzierl zitiert. Neben heimischen Anwälten wurde in England diesbezüglich auch schon Queen's Counsel und Top-Anwalt Peter Lewis engagiert. In der Staatsanwaltschaft Wien wird die Sache entspannt gesehen.

Kein Vorwurf an Haftrichterin
Weiters stellt die Meinl Bank klar, dass in diesem Zusammenhang keine Vorwürfe gegen die zuständige Haftrichterin erhoben werden. Die Richterin konnte aufgrund der ihr vorgelegten Unterlagen hinsichtlich der vom Staatsanwalt geforderten Kautionshöhe zu keinem anderen Entschluss kommen.




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