02. November 2009 19:05

Quartalsergebnis 

Milliardenverlust für Commerzbank

Zweitgrößtes deutsches Geldhaus mit 1,05 Mrd. Euro in den roten Zahlen.

Milliardenverlust für Commerzbank
© dpa

Die deutsche Commerzbank hat im vergangenen Quartal vor allem wegen Firmenwert-Abschreibungen einen Milliardenverlust eingefahren.

Unter dem Strich schrieb das zweitgrößte deutsche Geldhaus von Juli bis September einen Fehlbetrag von 1,05 Mrd. Euro, wie das Institut am Montagabend mitteilte. Hauptgrund dafür waren Abschreibungen auf den Firmenwert der angeschlagenen Immobilienfinanzierungstochter Eurohypo sowie Kosten für den Konzernumbau ("Dresdner"). Analysten hatten mit einem Quartalsverlust von knapp 700 Mio. Euro gerechnet.

Operativ positiv
Dank Wertaufholungen in Portfolios der internen Abwicklungseinheit PRU schaffte es die Commerzbank jedoch auf operativer Basis im dritten Quartal in die schwarzen Zahlen. Sie wies einen Betriebsgewinn von rund 120 Mio. Euro aus.

Die endgültigen Zahlen will die Commerzbank am Donnerstag dieser Woche vorstellen.

Im Wesentlichen hat die Integration der Dresdner Bank hat der Commerzbank im dritten Quartal den Milliardenverlust beschert.

Für das Geschäftsjahr 2009 erwartet die zweitgrößte deutsche Bank insgesamt ein negatives Ergebnis.

Keine Kuponzahlungen
Angesichts des auch für das Gesamtjahr erwarteten Verlustes könne die Commerzbank ihren Genußscheininhabern keine Kuponzahlungen leisten, teilte das Institut weiter mit.




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