18. September 2008 09:14
Im Sog der Finanzkrise geht die Welle von Übernahmen und Zusammenschlüssen
von Bankhäusern weiter. Wie die "New York Times" berichtete,
prüft die in Bedrängnis geratende US-Investmentbank Morgan Stanley eine
Fusion mit einem anderen Finanzhaus. Als möglicher Partner wurde die US-Bank
Wachovia genannt. Zudem habe sich auch die größte US-Sparkasse Washington
Mutual selbst zum Verkauf gestellt.
Unterdessen wird die angeschlagene britische Hypothekenbank Halifax Bank of
Scotland (HBOS) vom Finanzkonzern Lloyds TSB übernommen. Die Vorstände
beider Banken einigten sich auf eine Fusion zu 232 Pence pro HBOS-Aktie
geeinigt. Lesen
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Viertgrößte US-Bank
Wachovia, die viertgrößte Bank der
USA, habe Morgan Stanley gegenüber selbst Interesse an einem Zusammenschluss
geäußert, berichtete die "New York Times" unter Berufung
auf Insider. Auch andere Banken hätten bereits angeklopft. Morgan Stanley
hatte an der Börse zuletzt immer stärkere Kursverluste erlitten. Am Mittwoch
war die Aktie erneut um 24 Prozent auf 21,75 Dollar (15,3 Euro) abgestürzt.
Ähnliche Verluste hatten in den vergangenen Tagen bereits mehrere andere
Finanzhäuser in die Pleite oder zum Verkauf gezwungen. So sind wegen der
Kreditkrise von einst fünf unabhängigen US-Investmentbanken nur noch Morgan
Stanley und Goldman Sachs übrig.
Auch bei Washington Mutual liefen bereits Verkaufsgespräche, berichtete die "New
York Times" nach US-Börsenschluss unter Berufung auf Insider. Zu den
möglichen Käufern zählten die britische Bank HSBC sowie die US-Häuser J.P.
Morgan Chase und Wells Fargo, hieß es weiter. Auch der US-Finanzkonzern
Citigroup habe erstes Interesse an Washington Mutual (WaMu) angemeldet,
berichtete das "Wall Street Journal". Über einen Verkauf war
bereits mehrfach spekuliert worden. WaMu hatte dies aber stets als nicht
nötig zurückgewiesen.
Foto: (c) Reuters