09. März 2008 11:54

AUA 

Neuer Großaktionär darf Verkauf nicht behindern

Der größte Aktionär der Austrian Airlines, die Staatsholding ÖIAG entscheidet am Montag über den geplanten Einstieg des saudischen Geschäftsmannes Mohammed Al Jaber.

Neuer Großaktionär darf Verkauf nicht behindern
© APA

Montag, entscheidet der Aufsichtsrat des größten AUA-Aktionärs, der Staatsholding ÖIAG, über den seit Wochen diskutierten Einstieg des saudischen Geschäftsmannes Mohamed Al Jaber - laut Zeitungsberichten dürfte die Abstimmung aber nur mehr Formsache sein. Die Bedingungen sind offenbar im Detail ausverhandelt: Al Jaber wird über eine Kapitalerhöhung mit rund 150 Millionen Euro zu einem Einstiegskurs von 7,10 Euro je Aktie gut 20 Prozent der Anteile bekommen. Eine zentrale Bedingung der ÖIAG: Der künftige zweitgrößte Aktionär darf einem allfälligen späteren Verkauf an einen Airline-Partner nicht im Weg stehen.

Wie bekannt, wird seit Jahren darüber diskutiert, ob die AUA allein überleben kann oder einen strategischen Partner braucht. Meist wird an dieser Stelle der Diskussion die Lufthansa ins Spiel gebracht. Offiziell hat es vor allem aus dem Vorstand bisher immer geheißen, die Austrian Airlines müsse selbstständig bleiben. In internen Diskussionen und Beraterstudien der ÖIAG, die knapp 43 Prozent kontrolliert, wird aber auch eine strategische Partnerschaft diskutiert.

Neoaktionär Al Jaber muss sich nun verpflichten, seinen Anteil zurückzuverkaufen, wenn sich die ÖIAG aus der AUA zurückziehen sollte - bekommt für diesen Fall aber die Garantie, das Investment voll zurückzubekommen, auch wenn der Aktienkurs zu diesem Zeitpunkt tiefer stehen sollte. Dies berichten am Samstag unterschiedliche Medien in großteils übereinstimmenden Berichten.

Wird der Al Jabber-Einstieg im ÖIAG-Aufsichtsrat durchgewunken, wird er am 12. März vor den Aufsichtsrat der AUA kommen. Während Belegschaftsvertreter und Gewerkschaft den Einstieg Al Jabers eher befürworten, kommt von Kleinaktionärsvertretern Kritik. Von diesen wird u.a. bemängelt, dass die Anteile zu billig hergegeben würden.




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